Anhang.
536
den Glauben des reichsten Vaters Kind.
2. Er kann mit Freuden kommen vor Gottes Angesicht; da wird er angenommen, und Niemand widerspricht. Was Alles ihn betroffen, seis Freude oder Leid: ihm steht der Zugang offen zum Vater allezeit.
3. Er tann in großen Schaaren als Diener um sich sehn, die einst ihm Herren waren und nun zu Dienste stehn. Er ist um ringt von ihnen den ganzen Lebenstag; denn ihm muß Alles dienen, was ihm begegnen mag.
4. Und geht einmal auf Erden die Kindeszeit zu End: er weiß, was ihm muß werden nach Christi Testament: ein Erbtheil in dem reichen, geliebten Vaterland. Solch Wohlstand ohne Gleichen ist eines Christen Stand.
ist unser Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüsten, fällt nicht ein Thränenthau hinein! Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Noth bewährt.
3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube: die Balme wächset bei der Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gefeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Muth, wie Perlen in gesalzner Fluth.
4. Je größer Kreuz, je größre Liebe: der Wind bläßt nur die Flammen auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleich wie das Del im Feuer thut.
5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete; geriebnefträuter duften wohl, wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht
Mel. Wer nur den lieben Gott
744 Je größer Kreuz nach dem Bol. Wo kämen
Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär?
je näher Him mel: wer ohne Kreuz, ist ohne Gott. Beim trügerischen Weltgetümmel vergißt man Hölle, Fluch und Tod. O selig ist der Mann ge schätzt, den Gott in Kreuz und Trübsal setzt.
2. Je größer Kreuz je beffre Christen: das Kreuz,
6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Thale steiget man bergan. Wer durch die Wüsten iſt gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, findets hier nicht Ruh, so fliegt es nach der Arche zu. 7. Je


