Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreichs Sachsen / hrsg. von dem evang.-luther. Landeskonsistorium im Jahre 1883
Entstehung
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V. Gebete.

bei, welche heute eine elende Nacht haben werden. Endlich behüte un fere ganze Gemeinde in dieser Nacht vor Lärmen und Aufruhr, vor Not und Gewalt, vor Mord und Tod schlag, vor Feuers- und Wassersge­fahr, vor allem Schaden und Un­glück; hilf, daß alle, die für uns wachen, treulich auf ihrer Hut stehen, und erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir end­lich aus dieser Finsternis werden kommen zu dem ewigen Licht, durch Jesum Christum. Amen.

pu 5. dann is Sch sage dir, o treuer Gott, Lob, Ehr und Dank für deine Güte und Wohlthat, die du mir diesen Tag erzeigt hast, wiewohl ich ein armer Sünder und nicht wert bin, dein Kind genannt zu werden. Aber ich weiß, daß deine Barmherzigkeit sehr groß ist und viel größer, denn meine und der ganzen Welt Sünde. Dar um bekenne ich dir alle meine Sünde und Missethat, die ich heute, ja von Jugend auf wider dich begangen habe, und bitte dich, du wollest mir diefelbe vergeben und dich meiner, als deines lieben Kindes, aus Gna­den erbarmen. Gieb mich in den Schuß deiner heiligen Engel, daß sie mich diese Nacht und alle künf­tige Zeit vor allem Unglück Leibes und der Seele gnädig behüten. Dir ergebe ich mich ganz zu eigen im Tod und Leben. Laß mich ewig bei dir sein und bleiben. Solches verleihe mir, gnädiger Gott und Vater, um Jesu Christi willen. Amen.

6.

Dallmächtiger, ewiger, gnädiger und barmherziger Gott, der du ge­fagt haft: ,, Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten," ich bitte dich, erbarme dich mein und

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vergieb mir meine Sünde. Gieb mir deinen heiligen Geist, der mein Herz allezeit mit himmlischem Troste erfülle. Ich schlafe oder wache, ich liege oder stehe auf, so hilf mir, wie du weißt, daß mir am besten geholfen wird an Leib und Seele. Du vermagst alles, du bist Gott und Herr über alles, es steht alles in deinen Händen. Gedenke an deine Barmherzigkeit und Verheißung, ja gedente des vollkommenen Gehor­sams deines geliebten Sohnes Jesu Christi, durch welchen ich dir gänz­lich versöhnt bin. Um deswillen Und wenn es ja sein sollte, daß ich fei mir heute und allezeit gnädig. nach deinem väterlichen Willen mit Gefahr, Kreuz und Unglück oder auch mit dem Tode sollte heimgeſucht werden, so wollest du mich auch heimsuchen mit deinem göttlichen Troste, Segen und Gnade. Dýne deinen Willen, o Herr, kann mir nichts widerfahren. Ob ich schon wandle im finstern Thale, so biſt du doch bei mir; dein Stecken und Stab trösten mich. Auch alle meine Haare auf meinem Haupte hast du gezählt. Wovor sollte mir grauen? Ich lebe oder sterbe, so bin ich dein und darum nicht verloren, sondern ewig selig durch Jesum Christum. Amen.

7.

Barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du dich meiner die Zeit meines Lebens so väterlich ange­nommen und mich diesen Tag über und sonderlich die ganze Woche bis auf diese Stunde vor allem Unglück Leibes und der Seele gnädiglich behütet hast. Ich bitte dich ferner, du wollest alle meine Sünden, die ich heute und die ganze Woche wider dich und meinen Nächsten wiffentlich