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Schatzkästchen : enthaltend biblische Betrachtungen mit erbaulichen Liedern auf alle Tage im Jahre zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit / von Johannes Goßner
Entstehung
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unser Angesicht, als vor unserm einzigen Mittler und Versöhner, daß er uns vertritt und für uns bittet beim Vater; so wird er auch für uns, für dich, und für mich zu dem Vater sagen: Laß ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn her aufgrabe und Dünger daran lege, vielleicht bringt er dann Frucht. Wo nicht, so kannst du ihn umhauen. Sieh, der Fürbitte Jesu hast du es allein zu verdanken, daß dir Gott so viel Jahre schenket. Aber vielleicht ist das kommende das lehte. Darum wende es so an, halte dich so an deinen Gott und Heiland, daß er nicht Ursache habe, zu sagen: Haue ihn weg ,. was soll er das Land umsonst einnehmen. Gott ist

sehr langmüthig; das sehen wir an seiner Geduld zu - aber, den Zeiten Noahs: Er gab ihnen lange Frist je långer die Frist, je größer ihre Bosheit. Endlich brach er los mit seinen Gerichten. Der alte Gott lebt noch. Schließe daher dieses Jahr mit besonderm Ge­bete und innigem Flehen, daß Gott nicht ins Gericht mit dir gehe, sondern dein Herz durch Jesum zur wah­ren Buße und Besserung erneuere, und dir ein Leben nach seinem Wohlgefallen schenke.

Mel. 98. Nun danket alle Gott.

1. Ein Jahr der Sterblichkeit, der kurzen Lebenstage ist aber­mal dahin, mit aller Lust und Plage; auf immer ist ein Theil der kurzen Pilgerschaft, wie schnell! zurückgelegt. Gott for­dert Rechenschaft!

2. Herr, deine Huld ist's nur,( die nimmer uns zu lieben er­müdet, noch vergißt,) daß wir sind übrig blieben. Nimm un­fers Herzens Dank in Gnaden von uns an, für das, was du an uns in diesem Jahr gethan.

3. Wir schließen uns aufs neu' in dein so treues Sorgen, in deine Obhuth ein, da sind wir wohl geborgen; da ist das feste Schloß vor aller Feinde Truß. Da birgt sein Volk sich hin, und findet sichern Schub.

4. Gieb mit dem neuen Jahr uns neue Stårk im Glauben; laß uns den alten Grund der Wahrheit niemand rauben! Er­neure Herz und Sinn, und das gegönnte Licht des ewig wah­ren Worts erlösche bey uns nicht.