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Schatzkästchen : enthaltend biblische Betrachtungen mit erbaulichen Liedern auf alle Tage im Jahre zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit / von Johannes Goßner
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kommen, und Ein Geist mit dir werden, in dir leben, wohnen und wandeln. Strecke die Arme deiner Seele, Glaube und Liebe, so nach ihm aus, öffne dein Herz dem neugebornen Heiland, so wie Simeon sich nach ihm sein ganzes Leben hindurch sehnte, auf Ihn, als den Trost Israels, wartete, und keine andre Freude kannte, als Ihn zu sehen, und da er ihn sah, nun gerne starb. Sok che Herzen müssen ihn haben, und haben ihn gewiß. Ist nichts in deinem Innern, als die heißeste Begierde, der brennendste Durst nach Ihm: so ist er gewiß in die­sem Durste, so offenbart er sich gewiß deinem sehnenden, durstenden Herzen so, daß dir die Freude, ihn zu besi­ten über alle Freuden des Lebens geht; und du nun nicht mehr der Welt, nicht mehr dir, nicht mehr der Sünde, sondern nur dem lebst, der sich dir geschenket hat. Ist uns doch allen dieses Kind geboren. Ses. 9, 6. Liegt es doch allen vor Augen in seinem Worte; wird es uns doch durch die Verkündigung des Evangeliums dar­geboten und uns ins Herz eingepflanzt. Jak. 1, 21. Ey! so nimm es doch auf deine Arme, so hebe es doch mit Glauben und Liebe aus dem Worte heraus und schließ es in dein Herz ein; denn es kann und wird deine Seele felig machen.

mel. 38. toch wallen wir im. Oder: Kommt her zu mir, spricht. 1. Wohl auf, mein Herz, verlaß die Welt, dem, der für dich sich dargestellt, nun dich auch darzustellen! Er ist das Licht, drum sey gewiß: er wird auch deine Finsterniß durch seinen Glanz erbellen.

2. Auch du sollst ihm sein Tempel seyn; er selbst macht dich von Sünden rein, und hat hier Lust zu wohnen. Doch finstres Herz, auf! werde Licht! denn Jesus wohnt in Herzen nicht, die noch der Lüste schonen.

3. Was nur dem Fleische wohlgefällt, das opfre die verkehr­te Welt dem Satan, ihrem Gotte. Sie erndtet Schaden blos für Müh'. Für ihren Sündendienst wird sie einst ewiglich zu Spotte.

4. Doch wer begehret Gottes Sohn, vom Geist erweckt, wie Simeon, zu seinem Heil zu haben, Gott fürchtet, sich der Welt 532