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Ist Jesus A und O, Anfang und Ende, so laß ihn nicht nur dein A, laß ihn auch dein O seyn. Fange nicht nur mit Jesus an, ende, vollende auch mit ihm; oder, laß ihn vollenden, was er in dir angefangen hat. Viele bleiben beim 2 stehen, begnügen sich mit den Anfangsgründen, mit den ersten Buchstaben des Christenthums, mit den ersten Rührungen, oder gar nur mit guten Vorfåten, mit welchen, wie die Alten sagten, die Hölle gepfla= stert ist. Die Fortsegung, die ernste Uebung der Gottſeligfeit unterbleibt. 1 Tim. 4, 8. 2 Tim. 3, 5. Wie will es zum O, zum Ende kommen, wenn man beim Anfange schon sitzen bleibt. Man muß aber doch auch das 20 nicht überspringen, und nicht zum Ende eilen wollen, ehe man das 2 recht gelernet, ehe man einen guten Grund gelegt und einen rechten Anfang in und mit Christo gemacht hat. 1 Cor. 3, 11. Jesus kündigt sich nicht umsonst als A und O an. Er will Alles in dir seyn. Wo er einmal 2 sagt, da will er auch sagen; wo er anfångt, da will er es auch zum Siege hinaus führen. Sein A ist Pfand, daß er uns auch O seyn wolle. Glaube! sey getrost, und wage es
mel. 78. Meinen Jesum laß ich nicht.
1. 2 und O! Immanuel! Auferstehung, Wahrheit, Leben! Heil und Trost für Israel! Seligkeit kannst du nur geben. Wer dich hat, der hat mit dir einen Himmel für und für.
2. Du, der Seele höchstes Gut und ihr Eden hier auf Erden, du giebst Fried' und Freud' und Muth; o wer wollte traurig werden? Wohl verborgen, doch nicht fern bist du, schöner Mor genstern.
3. Du bist unser Lebensbaum; der uns trågt viel Himmels früchte; unter dessen Schattenraum wird uns alle Qual zunichte. Alle Kreuzesbihe weicht, wo er uns die Kühlung reicht.
4. Du bist unser Blumenthal, Lilien sind auf deinen Wangen, wie die Rosen ohne Zahl auf den Lippen aufgegangen. Ja, die ganze Blumenflur blüht in deiner Liebe Spur.
5. Gieb mir deine liebe Hand, ich will dir die meine geben. Laß uns bis ins Vaterland ungetrennt zusammen leben. Ich will stets der Deine seyn; sey du wieder ewig mein! A 2


