Druckschrift 
Des ehrwürdigen P. Alexander Wille aus der Gesellschaft Jesu vollständiges Gebet- und Tugendbuch für alle Stände : oder: Regeln und Übungen andächtig zu beten, fromm zu leben und selig zu sterben / nach der von Joseph Stark verb. und verm. Orig.-Aufl. neu hrsg. von Michael Sintzel
Entstehung
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Anhang.

oprad 1 Tägliches Gebet

für den heiligen Vater und die ganze heiligem Kirche.

V. Lasset uns beten für unsern obersten Hirten!

B. Der Herr behüte ihn, und erhalte ihn beim Leben, und mache ihn selig auf Erden, und übergebe ihn nicht in die Hände seiner Feinde.( Psalm 40, 3.)

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Barmherziger Gott! du hast das Gebet deiner Kirche, welches ohne Unterlaß für den heiligen Betrus verrichtet wurde, gnädig erhöret, und haft ihn zu rechter Zeit aus den Händen seiner Feinde wunderbar gerettet. Erhöre auch unser demüthiges Gebet, welches wir mit findlichem Vertrauen für unsern dermaligen obersten Hirten Pius IX., den Nachfolger des heiligen Petrus, vor deinem An­gesichte ausgießen. Erhalte ihn, o Gott! den allgemeinen Vater der Rechtgläubigen, noch ferner in deiner Gnade, womit du ihn bisher auf ausgezeichnete Weise gestärkt haft. Segne denjenigen, der uns gesegnet hat, lindere seine Lei­den über das schwere Anliegen der Kirche. Verlängere noch weiter die Tage seines Lebens bis auf ruhigere Zei­ten, damit er ungehindert die ihm anvertraute Heerde zu deiner größern Ehre, zu seinem und unserm Trost noch viele Jahre weiden möge..

Wir bitten auch, Herr Jesu Christe, laß uns nicht auf spätere Zeiten warten, sondern erhebe dich, und zeige in diesen Tagen deine unwiderstehliche Macht in Erhal­tung deiner Kirche, wie du dieselbe in ihrer Ausbreitung gezeigt haft: damit alle Feinde zu Schanden werden und reumüthig erkennen, daß deine Kirche, gebaut auf einen Felsen, wider welchen die Pforten der Hölle nichts vec­mögen, wenn du dieselbe auch manchmal bestürmen läſfest, doch nie zu Grunde gehen könne.

Heiliger Geist! Geist der Liebe und der Wahrheit! ergieße dich abermal über die Herzen der Völker, damit die, welche durch ihre Weisheit blind geworden sind, durch eigene Erfahrung überzeugt, das wohlthätige Licht deiner Lehren erkennen, und die, welche in ihrer Lauigkeit dar­