Druckschrift 
Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

28

Am 7. und 8. Sonntage nach Trinitatis.

die sind in seinen Tod getauft? So dieselben auch vortragen. Sie aßent sind wir je mit ihm begraben durch aber und wurden satt, und hoben die die Taufe in den Tod, auf daß, gleich- übrigen Brocken auf, sieben Körbe. wie Christus ist auferweckt von den Und ihrer waren bei viertausend, die Toten, durch die Herrlichkeit des Vaters, da gegessen hatten; und er ließ fie also sollen auch wir in einem neuen von sich. Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auf­erstehung gleich sein; dieweil wir

Epistel, Röm. 6, V. 19-23. ch muß menschlich davon reden, um der Schwachheit willen eures

wissen, daß unser alter Mensch samt

ihm gefreuzigt ist, auf daß der fünd- Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder liche Leib aufhöre, daß wir hinfort der begeben habt zum Dienste der Uns Günde nicht dienen. Denn wer geteit zu der andern, also begebt nun reinigkeit, und von einer Ungerechtig­storben ist, der ist gerechtfertigt von auch eure Glieder zum Dienst der Ge der Sünde. Sind wir aber mit rechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn Sind mit Christo gestorben, so glauben wir, da ihr der Sünde Knechte waret, da daß wir auch mit ihm leben werden, waret ihr frei von der Gerechtigkeit. und wissen, daß Christus, von den Was hattet ihr nun zu der Zeit für Toten erwedt, hinfort nicht stirbt; Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämt; der Tod wird hinfort über ihn nicht denn das Ende derselben ist der Tod. Herrschen. Denn das er gestorben ist, Nun ihr aber seid von der Sünde frei, das ist er der Sünde gestorben zu und Gottes Knechte geworden, habt einem Mal; das er aber lebt, das Tebt er Gott. Also auch ihr, haltet das Ende aber das ewige Leben. Denn ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, cuch dafür, daß ihr der Sünde ge- der Tod ist der Sünden Sold; aber storben seid, und lebt Gott in Christo die Gabe Gottes ist das ewige Leben Jesu, unserm Herrn. in Christo Jesu, unserm Herrn.

Evang. am 7. Sonnt. n. Trinit., Evang. am 8. Sonnt. n. Trinit.,

Marc. 8, V. 1-9.

Matth. 7, V. 15-23.

u der Zeit, da viel Volls da war und hatten nichts zu essen, rief( eht euch vor vor den falschen Jesus seine Jünger zu sich und sprach Propheten, die in Schafsfleidern zu ihnen: Mich jammert des Bolts, zu euch tommen; inwendig aber sind denn sie haben nun drei Tage bei sie reißende Wölfe. An ihren Früchten mir verharrt und haben nichts zu sollt ihr sie erkennen. Kann man auch effen; und wenn ich sie ungegessen Trauben lesen von den Dornen, oder von mir heim ließe gehen, würden Feigen von den Disteln? Also ein fie auf dem Wege verschmachten. Denn jeglicher guter Baum bringt gute etliche waren von ferne gekommen. Früchte, aber ein fauler Baum bringt Seine Jünger antworteten ihm: Wo- arge Früchte. Ein guter Baum kann her nehmen wir Brot hier in der nicht arge Früchte bringen, und ein Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fauler Baum kann nicht gute Früchte fragte fie: Wie viel habt ihr Brote? bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht Sie sprachen: Sieben. Und er gebot gute Früchte bringt, wird abgehauen dem Voll, daß sie sich auf die Erde und ins Feuer geworfen. Darum an Lagerten. Und er nahm die sieben ihren Früchten sollt ihr fie erkennen. Brote und dankte und brach fie und Es werden nicht alle, die zu mir gab sie seinen Jüngern, daß sie die sagen: Herr, Herr! in das Himmel­felbigen vorlegten; und fie legten dem reich kommen, sondern die den Willen Voll vor. Und hatten ein wenig thun meines Vaters im Himmel. Es Fischlein; und er dankte und hieß werden viete zu mir sagen an jenem