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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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Erster Theil.

Vom Wesen Gottes

Gemüthe. Billig muß ich dir hin-| wer tann fie, Gott, so wie du, mit wieder meine Glieder ganz ergeben, voller Freud erquiden? Wer fann und nur dir zu Ehren leben.

der Deinen reine Bruft mit Strömen nie gefühlter Luft, wer will fie so entzücken?

3. Fließt, fließt nicht alle Seligkeit, o Gott, aus deiner Gütigkeit? quillt nicht von dir das Leben? Auch tenn­ten wir dich, Höchster, nicht, hätt'st du uns des Verstandes Licht, dein Wort, Herr, nicht gegeben! Wer diesem Lichte folgt, der wird zum höhern Licht, zu dir, geführt! Den wirst du nicht verlaffen! Geuß deinen Segen über die, die dich verehren! schüße sie, die alle Falschheit haffen!

6. Herr! dazu, bitt ich, hilf du mir! Beuch immer näher mich zu dir durch deine große Güte! O heilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undant hütte. Laß mich, was ich bitt, erlan­gen, dir anhangen hier auf Erden, bis mir wird der Himmel werden.

Der 36. Pfalm.

Mel. des Pfalms.

SE

-

36. G

ott, deine Huld und

Von der Geduld und Langmuth Gottes.

Gültigkeit erfüllet alles, reicht so weit, als deine Himmel reichen 37.

Und alles sagt: daß deine Treu, wie du, unendlich, ewig sei! Eh werden Berge weichen, eh uns des Herren Huld verläßt! Nein, nein! sein Wort steht ewig feft auf nie bewegten Gründen! Du, Gott, von dem nur Gutes fließt, du läsfest uns, so lang du bist,

Erbarmung vor dir finden.

rung zu bewegen.

2. Dein find die Menschen, dein 2. Der Menschen Elend jammert das Bich! du, Gott, erhältst, er dich. Wenn sie sich gleich versteden, nähreft fie, wer tann dich gnug er- so suchst du fie doch väterlich durch heben! Du Gott voll Gnaden, voll Huld zu dir zu locken. Wie lange Geduld, fets fühlen deine Baterhuld, sahst und riefest du nicht ehmale die hier auf Erden leben. Wer gibt deinem Bolfe zu, daß sich ihr Herz dem Menschen sichre Ruh? Ber, belehrte! wie trugt du nicht mit

Univ.- Bibl. Giessen

etreuer Gott! Wie

viel Geduld beweisest du uns Armen! Wir häufen täglich unsre Schuld, du häufest dein Erbarmen. Was ist des Menschen Lebenslauf? Er ift verderbt von Jugend auf, und deinem Wint entgegen. Und gleich­wohl, Vater, suchst du ihn lang­müthig davon abzuziehn, zur Bef=