t
7,
m
en
ell
21
Das erste Hauptstück.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechtes an uns bringen: sondern ihm dasselbe zu erhalten, förderlich und dienstlich sein.
Das zehnte Gebot.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles, was sein ist.
3
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern bei denselbigen anhalten, daß sie bleiben und thun was sie schuldig sind.
Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?
Er sagt also: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein starker eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimfuchet, an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausende Glied.
Was ist das?
Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten, darum sollen wir uns fürchten vor seinem 3orn und nicht wider solche Gebote thun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen, und gerne thun nach seinen Geboten.
Wozu sind uns die zehen Gebote Gottes nut?
3u zweierlei: Erstlich zeigen sie die Sünde an, und offenbaren Gottes Zorn über die Sünde, dadurch wir veranlaßt werden, Vergebung der Sünden und Trost wider Gottes Zorn und den ewigen Tod, bei unserm Herrn und Heiland Jesu Christo zu suchen. Zum andern lehren sie, welches die guten Werke seien, so die Gläubigen und Neugeborenen zu thun schuldig sind, ihren Gehorsam und Dankbarkeit gegen den gnädigen Vater im Himmel damit zu beweisen.
20
Können wir denn auch mit unsern guten Werken Gottes Gebot und Gesetz erfüllen?
Ach nein! denn unsere guten Werke sind nicht vollkommen gut, weil wir arme Sünder sind, und wann wir schon wollen Gutes thun, so liegt uns doch das Böse an. Rom. am 7.
Wer hat denn das Gesetz und die zehn Gebote Gottes erfüllet?
Christus Jesus, Gottes und Marien Sohn, der ist ganz heilig und ges recht, der hat für uns dem Gesetz genug gethan, anders nicht als ob wir selbst das Geset gehalten: und um desselbigen willen gefallen Gott auch unsere guten Werke, die wir durch Gottes Gnade im Glauben thun, ihm zu seinem Lob und Ehren, und unserm Nächsten zu Dienst, ob schon Mangel an denselbigen ist.


