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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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Erste Abtheilung.

18

berzig, und von duldendem gemütbe; Will denen heil und ew'ge lust besche­ren, Die ihn verehren.

2. Er handelt nicht mit uns nach unsern fünden, Und läßt verschonend uns das nicht empfinden, Was wir, weil wir ihm unser herz nicht gaben, Verschuldet haben.

3. Hoch ist der himmel über seiner erde, So groß ist auch, daß er gelie­bet werde, Die huld des Herrn bei denen, die ihn lieben, Und gutes üben.

4. So zärtlich sich ein vater seiner kinder Erbarmet, so erbarmt sich gott der fünder, Wenn sie von herzen sich zu ihm bekehren, Ihm treue schwören.

5. Er schlägt und heilt, verwundet, läßt genesen; Er weiß, der mensch ist ein zerbrechlich wesen; Er denkt daran, daß das geschöpf aus erde Doch asche werde.

6. Von ewigkeit zu ewigkeiten wäh­ret Die güte gottes dem, der tugend chret. Ach! leite denn auch mich auf deinem pfade, Du gott der gnade!

7. So werd' ich ewig deiner huld genießen; So wird mein leben sanft vor dir verfließen: So werd' ich dort mit allen engelchören Dich fröhlich ehren.

Mel. Es ist das heil uns kommen zc. oder: Eigene Melodie.

25. Lobsinget gott und betet an! Es dank', es rühm', es singe, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie groß, wie schön ist seine kraft! Wie Herrlich, wie untadelhaft Sind alle seine werke!

2. Wie schön, wie würdig seiner macht Mit allen ihren heeren Die

himmel! wie viel licht und pracht Bestrahlt sie, ihr zu ehren! Das auge sieht sich nimmer satt, Sieht, was es auch gesehen hat, Doch immer neue wunder!

3. Nicht wunder für das aug' al­lein: Auch wunder für die seele: Damit es ihr, sich zu erfreun, An keiner schönheit fehle. Wie kunstvoll ändert gott sie ab! Dem mangelt, was er andern gab; Und jedes ist doch herrlich.

4. Wo ist ein gras, wo nur ein blatt, Ein stäublein auf der erde, Wodurch, o mensch, nicht gottes rath Und kraft verherrlicht werde? O, wie ist seine macht so reich! Was aber deiner trägheit gleich, Daß du's nicht siehst, nicht fühlest?

5. Gab seine macht, die schöpferin, Zum führer deines lebens Dir deinen geist, so manchen sinn, So viel gefühl vergebens? Für wen, für wen, als dich, erschafft, Erhält und schmücket seine kraft So viele große werke? 6.

Dein gott bedarf nichts; seine hand, Die seine schöpfung schmückte, Gab dir empfindung und verstand, Damit er dich beglückte. Willst du, o mensch, nicht glücklich seyn? Will sich nicht deine seele freun, Nicht immer froher werden?

7. Er selbst entflammt in deiner brust Die sehnsucht nach vergnügen. Er schuf auch quellen, die voll lust Stets rinnen, nie verstegen. Gieb nur auf seine güte acht; Denn seine segenvolle macht Schafft allen wahre freude.

8. Dir wohlzuthun, das ist ihr ziel; Laß dich zum dank erwecken! O hätt' ich doch genug gefühl, Wie gut er ist, zu schmecken! Ist seiner wohnung vor hof schon So schön, wie wird mich einst sein thron, Wie wird er selbst entzücken! 9. Lobsinget gott und betet an! Es dank, es rühm, es singe, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie groß ist unsers schö­pfers macht! Wie herrlich, wie unta­delhaft Sind alle seine werke!

Mel. Nun lob, mein seel', den 2c.

26.

uns wohlzuthun ist deine gott, du bist die lust. Drum preist mit frohem triebe Dich unsre dankerfüllte brust. Wie so gar ohne grenzen Ist deine gütig­feit! So weit die bimmel glänzen, Uebst du barmherzigkeit. Du siehst mit wohlgefallen Auf das, was du gemacht, Und hast auch uns, uns allen, Viel gutes zugedacht.

2. Uns ewig zu beglücken, Erschufft du uns und deine welt, Die hier schon zum entzücken So viele wunder in sich