128.
O du hattest wohl das Recht zu richten, Die Gewalt, den Bösen zu vernichten, Doch dich, Liebe, jammerte der Noth Deiner Feinde nur, und voll Erbarmen Littest du für sie, wie für mich Armen Schmach und Schande und den Kreuzestod.
Sei mir nah', mein Herr, mein rechter Friede,
Daß ich im Erdulden nie ermüde, Sei mir nah', du meine Seligkeit; Stärke du die arme schwache Seele, Daß dein sanfter Sinn ihr niemals fehle, Sich zu schicken in die böse Zeit.
Daß sie in Geduld sich allzeit fasse Und es niemals sich befremden lasse, Widerfährt ihr manches Kreuz und Leid. Zeige du ihr deinen Himmel offend Und laß in der bösen Zeit sie hoffen Auf die gute, die verheiß'ne Zeit.
nefoss
alomsist
C
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