XIII. Die letzten Dinge. moët
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giebest du mich fremder Hand, und hast so viel an mich ge wandt?
8. Nein, nein, ich weiß ge= wiß, mein Heil, du läsfest mich, dein wahres Theil, zu tief in deinen Wunden sitzen. Hier lach ich aller Ungst und Noth, es mag Geset, Höll oder Tod auf mich her donnern oder bligen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines Fremden sein.
Simon Dach, um 1646. In eigner Melodie. 170. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt; er machs mit mir, wies ihm gefällt. Soll ich allhier noch länger leben, nicht widerstreben, seinem Willen ich mich thu er: geben.
2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel. Es sind gezählt all Härlein mein, beid groß und klein, fällt keines ohn den Willen ſein.
3. Es ist allhier ein Jammerthal, Ungst, Noth und Trübsal überall; des Bleibens ist ein kleine Zeit, Mühseligkeit, und wers bedenkt, immer ein Streit.
4. Was ist der Mensch? ein Erdenkloß, von Mutter leib kommt er nackt und bloß, bringt nichts mit sich auf diese Welt, kein Gut noch Geld,
nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt.
5. Es hilft kein Reichthum, Geld noch Gut, nicht Kunst, noch Gunst, noch stolzer Muth; für'n Tod kein Kraut gewachsen ist, mein frommer Christ, alles, was lebet, sterblich ist.
6. Heut sind wir frisch, gesund und stark, morgen todt und liegen im Sarg. Heut blühn wir, wie die Rosen roth, bald frank und todt; ist allenthalben Müh und Noth.
7. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn. Die Welt vergisset unser bald, sei jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt.
8. Uch Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal, auch wir allhier kein Bleiben han, müssen all davon, gelehrt, reich, jung, alt oder schön.
9. Das macht die Sünd, o treuer Gott! dadurch ist kommen der bittre Tod; der nimmt und frißt all Menschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, weß Stands oder Ehrn sie sind.
10. Ich hab hier wenig gute Tag, mein täglich Brot ist Müh und Klag, wenn mein Gott will, so will ich mit hinfahrn in Fried; sterb'n ist mein Gewinn und schadt mir nicht. 11. Und


