Herr heilt allen Jammer,- mein Heiland nimmt mich an. 4. Wenn meine Augen brechen, sei Jesu du mein Licht! Und kann ich nicht mehr sprechen, verwirf mein Seufzen nicht!
5. Wenn Sinne und Gedanken, wie ein verlöschend Licht,- im Todeskampfe wan fen, ach, dann verlaß mich nicht!
-
6. Laß, Herr! mich sanft und einst scheiden von der doch es gescheh' dein thu' wie dir's wohl
stille
Welt!
Wille;
gefällt.
7. Dann sing' ich mit der die dich im Him
Menge,
mel preist, dir ewig Lobgesänge, Gott Vater, Sohn und Geist.
-
Begräbnißlieder.
-
-
-
Ein Anderes.
dan
370) Ich hab' mein' Sach Gott heimgestellt; er mach's mit mir, wie's ihm gefällt, soll ich noch länger leben hierich folge dir- dein Wille herrsche stets in mir.
2. Die Zeit und Stund' ist, wann Gott will;- ich schreib' ihm nicht vor Maaß und Ziel; - der Haare Zahl soll fund ihm sein und Groß und Klein durch seinen Willen fällt allein.
St
3. Es ist allhier ein Jammerthal, Angst, Noth und
-
249
Trübsal überall;- des Bleibens ist nur kurze Zeit- voll Traurigkeit und, wer's bedenkt, ist stets im Streit.
4. Was ist der Mensch? ein Erdenklos, die Welt erblickt er nackt und blos,- er bringt nichts mit sich auf die Welt fein Gut noch Geld, nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt.
dni
5. Es hilft fein Reichthum, Geld noch Gut, nicht Kunst noch Gunst, kein stolzer Muth, dem Tod kein Kraut gewachsen ist mein frommer Chrift!- was lebet alles sterblich ist.
6. Heut' sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen todt im Sarg;- heut' blüh'n wir, wie die Rose, roth, - bald frank und todt, ist allenthalben Müh' und Noth. 7. Man trägt eins nach dem antern hin und aus den Augen, aus dem Sinn!= die Welt vergiffet unser bald, - sei Jung, sei Alt,- deckt uns die Erde dumpf und falt.
8. Ach Herr! lehr' uns bedenken wohl, daß jeder von uns sterben soll- und hier nicht unsers Bleibens ist;- wer du auch bist ihr alle einmal sterben müßt.
9. Das macht die Sünd', o treuer Gott!- ihr ist gefolgt der bitt're Tod, gran depe nimmt jedwedes Menschenkind,
—
-
―
L
-
-


