Erster Theil.
Morgengebete.
Gedanken beim Erwachen, Aufstehen und Ankleiden.
D
1.
Gott! zu Dir erwache ich in der ersten Frühe, Mein Herz sehnet sich nach Dir; Du bist mein Gott, mein Theil in Ewigkeit. Laß mich auf meinem Lager in der Morgenstunde Deine Größe anbeten und Deine Güte preisen.
Du warst und bist mein Vater und Beschüßer so lange ich lebe- ich will frohlocken unter dem Schatten Deiner Flügel.
( Pf. 62.)
Ehre sei Gott dem Vater der mich erschaffen hat, Ehre sei Gott dem Sohne+ der mich erlöset hat, Ehre sei Gott dem heiligen Geiste+ der mich geheiliget hat; so wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
2. Im Namen unsers Herrn Jesu Christi steh' ich auf. Gekreuzigter Heiland! Segne mich, hilf mir und bewahre mich an Leib und Seele. Laß mich einst glorreich auferstehen und dann den Lohn der Wachsamkeit in Deinem Dienste empfangen!
3. Ewiger Vater! Gib mir das Kleid der Unschuld wieder, womit Du in der h. Taufe meine Seele schmücktest. Jesu, König der Glorie! Du wolltest in Spottkleidern verhöhnt werden, um unsere Sünden zu büßen, besonders jene, die wir durch Hoffarth und Unehrbarkeit begangen haben. Ach, laß mich hier vor den Augen Deines heiligen Engels, demüthig und züchtig die Kleider anlegen, die mir Deine Güte geschenkt hat; damit ich nicht an jenem Gerichtstage, 1*
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