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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für das Bisthum Limburg
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Bußandacht.

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frament der Buße, welches er also einseßte, als er dem Gesagten zufolge zu seinen Aposteln sprach, in­

tin d. Gr. ihm die Erziehung seines Sohnes Crispus anvertraute, fagt im letzten Buche seiner Schrift gegen die Novatianer: Da jede häretische Secte sich vorzugsweise für das wahre Christenthum hält, und den Wahn hegt, daß ihre Kirche die katholische sei, so wisse man, daß jene die wahre sei, worin Beicht und Buße sich findet."

Der h. Basilius d. Gr., Bischof zu Neu- Cäsarea im J. 369, schreibt: Die Sünden müssen nothwendig denen geoffenbart werden, welchen die Ausspendung der göttlichen Geheimnisse anvertraut wur­den ist."

Der h. Chryfoftomus, Patriarch und Erzbischof zu Constan­Hinopel, sagte vor 1400 Jahren in seinem Werke über das Priester­thum III. Buche 6. Cap.:" Die jüdischen Priester hatten die Gewalt, vom körperlichen Aussag zu befreien, doch nein nicht zu befreien, sondern blos über die Reinigung vom Aussage einen Ausspruch zu thun, unsere Priester hingegen haben die Gewalt erhalten, nicht den Körper vom Aussage, sondern die Seele von der Unreinigs teit, nicht blos als befreit zu erklären, sondern selbst frei zu machen."

Laffet uns dem samaritanischen Weibe folgen," so ermahnt er in der Predigt von demselben, und uns unserer Sünden wegen nicht schämen; denn wer sich schämt, einem Menschen seine Sünden ju entdecken, sich aber nicht schämt, dieselben vor den Augen Gottes zu begehen; wer weder beichten noch Buße thun will, der wird an je­nem Tage( des Gerichts) nicht vor Einem oder Zweien, sondern vor der ganzen Welt zu Schanden werden."

Der h. Ambrosius, Bischof von Mailand um das Jahr 374, spricht sich in seinem Werke von der Buße I. B. 1. Cap. gegen die Novatianer also aus: Sie sagen, daß sie Gott die Ehre geben, da sie Ihm allein die Gewalt vorbehalten, die Sünden nachzulaffen. Im Gegentheil entehren sie dadurch Niemand mehr, als Ihn, weil fie auf solche Weise seine Befehle verlegen und das von Ihm einges sette Amt vereiteln. Denn da der Herr Jesus selbst in seinem Evangelium gesagt hat: Nehmet hin den heiligen Geist, wel

en ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten; wer ist es, der Ihn mehr ehrt, der, welcher seinen Befehlen nach­lommt, oder der, welcher sich ihnen widersett? Die Kirche beweist ihren Gehorsam in beider Hinsicht, indem sie nicht allein Sünden vorbehält, sondern auch vergibt.

Der h. Hieronymus, welcher mit dem h. Chrysostomus lebte, sagt: Nachdem der Bischof oder Briester die verschiedenen Günden angehört hat, so weiß er seinem Amte gemäß, wen er binden oder lösen soll.

Der h. Augustin, Bischof von Hippo im IV. Jahrh., sagt in feiner 392. Rede, nachdem er die Ehebrecher zur Buße erwahnt hat: