ad und Gedanken.
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nen Gott; Dir selbst hilft dein Erbarmen. Be= drängter, sieh, mein Trieb erwacht; Ja, ich will dich erquicken; O, ständ' es doch in meiner Macht, Dich völlig zu beglücken.
Bei Betrachtung der eiteln Welt.
D, sollte mich die schnöde Welt Durch ihre Pracht verblenden! Laß mich, mein Gott, weil sie zerfällt, zu ihr mein Herz nicht wenden! Wie prangt der Mensch so thöricht blind, Gleich einem Gott auf Erden. O, bald muß doch das Men= schenkind Der Würmer Speise werden.
Wenn man seinen Feind siebt oder ihm begegnet. O sieh, da kommt, da ist dein Feind! Wie? kannst du ihn auch lieben? Gott will, daß ich ihn lieb' als Freund; Wie darf ich Rache üben? Der allerhöchste Gott verzeibt, Ja, Gott verzeiht mir Sünder; Darf ich, da Gott mir Huld verleiht, Noch haffen seine Kinder?
In Nöthen.
Gott, rette mich aus dieser Noth; Ich will Dich freudig preisen; Durch Jesu Wunden, Blut und Tod Wirst Du mir Hülf erweisen. In Leiden und Krankheiten.
Gib, höchster Gott! gib mir Geduld, laß mich mit Jesu leiden; Hier tilgen meine Sündenfchuld! Nach Schmerzen folgen Freuden. Mein Vater, -( Butt,- weiß, was mir dient, Zu dem ich bof= fend flebe; Er liebt mich als sein einzig Kind, Dein Will', o Herr, geschehe.
Wenn man von Andern beleidigt wird.
Ach Dir zu rieb', o Gotteslamm Will ich die Schmach verschmerzen; Tu trugst für mich am Kreuzes stamm Den hohn mit stillem Herzen.


