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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung
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Am 27. Sonntage nach Trinitatis.

Evangel. am 27. Sonnt. nach Trin., Matth. 25, v. 1-13. Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren klug, und fünf waren thöricht. Die thörichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nidt Del mit sich. Die klugen aber nahmen Del in ihren Gefäßen, sammt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam ver­zog, wurden sie alle schläfrig, und entschliefen. Zur Mitternacht aber mard ein Geschrei: siehe, der Bräutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen. Da standen diese Jungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die thörichten aber sprachen zu den flugen: Gebet uns von eurem Dele, denn unsere Lampen ver­löschen. Da antworteten die klugen, und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den Krämern und taufet für euch selbst. Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thüre ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, thue uns auf. Er antwortete aber und sprach: Wahr­lich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet, denn­ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menscheu Sohn kommen wird.

Epistel, 1 Thess. 5, v. 1-11.

Von den Zeiten aber und Stunden, lieben Brüder, ist nicht noth euch zu schreiben, denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des Herrn wird kommen, wie ein Dieb in der Nacht. Denn wann sie werden sagen: es ist Friede, es hat keine Ge­fahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. 3hr aber, lieben Brüder, seid nicht in der Finsterniß, daß each der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichts, und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsterniß. So laßt uns nun nicht schlafen, wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angethan mit dem Krebs des Glau­bens und der Liebe, und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesum Christum, der für uns gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch unters einander, und bauet einer den andern, wie ihr denn thut.