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Am 7. Sonntage nach Trinitatis.
reich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tödten; wer aber tödtet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha, der ist des Raths schuldig. Wer aber sagt: Du Narr, der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf den Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. Cei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter und der Richter überant: worte dich dem Diener und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir, wahrlich, du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest.
Epistel, Röm. 6, v. 3-11.
Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinem Tod getauft? So sind wir nun mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferwecket von den Todten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Yeben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein. Dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus von den Todten auferwecket, hinfort nicht stirbet, der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn daß er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, zu einem mal, daß er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid, und lebet Gott in Christo Jesu unserm Herrn. d
Evangel. am 7. Sonnt. nach Trinit., Marc. 8, v. 1-9.
Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten, denn etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wüsten, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie, wie viel


