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Zweiter Anhang.
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3. Unser Lob soll laut erschallen,* Und das Herz in Freuden wallen,* Denn der Tag hat sich genaht, Da der Herr zum Tisch der Gnaden* Uns zum erstenmal geladen* Und dies Brod geopfert hat.
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4. Neuer König, neues Leben,* Neu Gesetz ist uns gegeben, Neues Lamm und Ostermahl!* Und der Wahrheit muß das Zeichen,* Altes vor dem Neuen weichen,* Nacht vertreibt des Lichtes Strahl.
5. Was von Jesu dort geschehen,* Sollen wir, wie er, begehen.* Zum Gedächtniß seinem Tod.* Uns zum Heile, ihm zur Ehre,* Weihen wir nach heil'ger Lehre* Hier zum Opfer Wein und Brod.
6. Doch, wie uns der Glaube lehret,* Wird das Brod in Fleisch verkehret,* Und in Christi Blut der Wein;* Was dabei das Aug' nicht siehet,* Dem Verstande selbst entfliehet,* Sieht der feste Glaube ein.
7. Unter zweierlei Gestalten,* Zeichen, die das Wesen halten,* Große Ding' verborgen sind:* Blut zum Tranke, Fleisch zur Speise,* Da sich doch in gleicher Weise* Christus ungetheilt befind't.
8. Wer zu diesem Gastmahl eilet,* Nimmt ihn ganz und unzertheilet,* Ungebrochen, unversehrt.* Einer kommt und tausend kommen,* Keiner hat doch mehr genommen,* Und Er bleibet unverzehrt.
9. Fromme fommen, Böse kommen,* Alle haben ihn genommen,* Die zum Leben, die zum Tod.* Bösen wird er Straf' und Hölle,* Frommen ihres Heiles Quelle,* So verschieden wirkt dics Brod.
10. Endlich wisse, daß vom Leibe* So viel in den Theilen bleibe,* Als das Ganze selbst enthält;* Nicht das Wesen, nur das Zeichen* Muß da der Zertheilung weichen,* Jenes bleibet unverstellt.
11. Sieh, das ist das Brod der Kinder,* Der Gerechten, nicht der Sünder,* Welches auch die Engel nährt;* Schon im Isaat, Manabrode,* In des Osterlammes Tode* War es einstens vorerklärt.
12. Guter Hirt, du wahre Speise,* Jesu, stärk uns auf der Reise* Bis in deines Vaters Reich;* Nähr' uns hier imamentale,* Ruf' uns dort zum Hochzeitamahle. Mach und deinen Heil'gen gleich!


