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Evangelisches Gesangbuch : nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg / mit Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrates herausgegeben vom Königlichen Konsistorium
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Beten, Loben und Danken.

Preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne?

3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf?

Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, Mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken reichen.

4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm,

Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste

Wurm,

Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner

Pracht,

Mich, ruft die Saat,

hat Gott gemacht;

Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand

So wunderbar bereitet, Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand

Dich zu erkennen leitet: Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,

Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt und Größe.

6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, Und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn Und hoff auf ihn und dien ihm

astrol remind gern: Wer wollte Gott nicht dienen? Chr. F. Gellert, 1769.

19.

Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geitbet.

Wie groß ist des Allmächtgen

Güte!

Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem Gemüte Den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen Sei ewig meine größte Pflicht: Der Herr hat mein noch nie ver: geſſen,

Vergiß, mein Herz, auch seiner nicht.

2. Wer hat mich wunderbar be reitet? Wer hat mit Langmut mich ge Der Gott, der meiner nicht bedarf.

leitet?

Wer stärkt den Frieden im Ge Er, dessen Rat ich oft verwarf. wissen?

Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts ge nießen?

Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein.

4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren

Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?

Sein Will ist mir ins Herz ge­schrieben,

Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: