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Evangelisches Gesangbuch : nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg / mit Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrates herausgegeben vom Königlichen Konsistorium
Entstehung
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2 6. Die nur, die dem Herrn ver­trauen,

Gehen auf der rechten Bahn; Die in Angst, in Furcht und Grauen Jhn nur einzig rufen an, Denen wird allein bekannt Gottes Herrlichkeit und Hand.

Beten, Loben und Danken.

7. Drum dankt Gott, ihr Gottes­knechte,

Kommt, erhebet seinen Ruhm; Er hält Israels Geschlechte Doch noch für sein Eigentum; Jesus Christus ist noch heut, Gestern und in Ewigkeit.

Heinr. Georg Neuß, 1716.

3.

Mel. Es ist das Heil uns kommen her.

Der Herr ist Gott und keiner mehr,

Frohlockt ihm alle Frommen! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß, Unendlich ist und grenzenlos Der Herr in seiner Größe.

2. Er ist und bleibet wie er ist. Wer strebet nicht vergebens Ihn auszusprechen? Wer ermißt Die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; Eh noch die Erde ward, war er, Und ewig wird er bleiben.

3. Um seinen Thron her strömt ein Licht,

Das ihn vor uns verhüllet; Ihn fassen alle Himmel nicht, Die seine Größ erfüllet. Er bleibet ewig wie er war, Verborgen und doch offenbar In seiner Werke Wundern.

4. Wo wären wir, wenn seine Kraft Uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, fennet was er schafft, Der Wesen ganze Kette.

Bei ihm ist Weisheit und Verstand Und Kraft und Stärke, seine Hand Umspannet Erd und Himmel.

5. Ist er nicht nah, ist er nicht fern?

Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Wölft keine Schatten um euch her, Gedanken selbst erkennet er Im tiefsten Herzensgrunde.

6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich,

O Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein Fittig über alle: Du bist voll Freundlichkeit, voll

Huld,

Barmherzig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner.

7. Unsträflich bist du, heilig, gut Und reiner als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut;

Denn du vergiltst mit Wonne. Du hast Unsterblichkeit allein, Bist selig und wirst ewig sein Der Seligkeiten Fülle.

8. Dir nur gebühret Lob und sit bay Dank,

Anbetung, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgefang, Ihr alle seine Heere!

Der Herr ist Gott und keiner mehi: Wer ist ihm gleich? Wer in wie er,

So herrlich, so vollkommen?

Joh. Andr. Cramer, 1788