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Gebet
des Kranken nach abgelegter Beicht.
In dem Zustande, in dem ich jetzt bin, betrübt mich, o mein Gott, Nichts so sehr, als gesündigt zu haben, und zwar so oftmals während meines Lebens gesündigt zu haben. Ach, wenn du blos den Eingebungen deiner Gerechtigkeit folgtest, dann könnte ich deine Gegenwart nicht ertragen. Aber ich hoffe, daß deine Barmherzigkeit, die mich bisher erhalten hat, auch gegen die Strenge deiner Gerechtigkeit mich schüßen werde. Ja, das hoffe ich von dir, gütiger Gott, der du versprochen hast, dem Sünder, sobald er zu deinen Füßen zurückkehren werde, verzeihen zu wollen. Ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt, Vater meiner Seele! Ich gestehe es und flage mich dessen an, ich habe gesündigt; aber alle meine Sünden reuen und schmerzen mich, und zwar deßwegen, weil ich dich, das unendlich liebenswürdige Gut, beleidigt habe; und ich bin fest entschlossen, dich in keiner Hinsicht mehr zu beleidigen. Verzeihe mir, gütiger Vater, und nimm mich wieder in Gnaden auf. Siehe nicht auf meine Unwürdigkeit, sondern siehe hin auf deinen vielgeliebten Sohn, der für mich am Kreuz gestorben ist, und für meine ganze Schuld genug gethan hat. Ich bitte dich um Mitleid, Verzeihung und Barmher
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