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anwenden mußt, um sie auszuführen. Wenn du in dem Falle bist, ein Testament vor dem Tode machen zu müssen, so entschließe dich, ein solches zu machen, und zwar dann, wenn du noch gesund und bei völligem Verstande bist. Es sagt ein großer Heiliger: mit der Abschließung seines Testamentes zu warten bis zu seiner letzten Krankheit, heißt sich Uebereilungen, Zudringlichkeiten, und der augenscheinlichen Gefahr aussegen, es nicht so zu machen, wie man sollte und wie man will, sondern wie es Andere wollen. Außerdem ist die Zeit der letzten Krankheit zu kostbar und zu kurz, als daß man einen Theil davon zeitlichen Geschäften widmen könnte. Bist du vermögend, so hüte dich wohl zu viel für Andere zu sorgen, und nicht auch für dich selbst. Hast du keine Verwandten als Erben, so bedente die Armen und die Kirche, und verwende einen Theil deines Vermögens zu frommen Stiftungen. Berathe dich darüber zuweilen mit Leuten von Kenntnissen und Rechtschaffenheit.
6) Während des Tages verrichte die oben stehenden oder besonders die nachfolgenden Gebete, um von Gott unter der Fürbitte der allerseligsten Jungfrau Maria, deines Schußengels und der Heiligen die Gnade eines guten Todes zu erlangen. Erwecke die Tugend des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe und der Reuc, und zwar mit wenigen Worten. Nimm öfter in frommen Anmuthungen deine Zuflucht zu Gott, zu Maria, zum heiligen Erzengel Michael, zu deinem heiligen Schußengel, dem heiligen Joseph und alles Heiligen, und gewöhne dich an solche kurze Gebete, damit du in deinen letzten Augenblicken fie öfter verrich


