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3 um Agnus Dei.
Jest, o meine Seele, soll dieses erhabene Opfer durch den Genuß zur Vollendung kommen. Und wie soll dieses geschehen? Staunet, ihr feli gen Geister des Himmels, Jesus Christus, unser ewiger Hohepriester hat am Kreuze sein Opfer begonnen, auf dem Altare segt er es fort und in unsern Herzen will er es vollenden. Könnte es eine Liebe geben, göttlicher Heiland, die mit deiner Liebe zu vergleichen wäre? Ist es möglich, daß du in ein so elendes Herz einkehren willst, wie das meinige ist? Wie, du willst wohnen in mei nem Herzen, du Gott der Heiligkeit, der du schon in unendlicher Güte es nicht verschmähtest, in den Schooß der allerreinesten Jungfrau herabzustei gen! Nein, o Herr, ich bin dessen nicht würdig; ich bin ein Sünder, der größte unter allen Sündern. Ich wünschte dich würdig empfangen zu können. Und was könnte ich auch Größeres verlangen auf Erden und im Himmel, als dich zu besigen, der du mein Gott bist und mein Erbtheil in Ewigkeit. Doch du unbeflecktes Lamm, das du hinnimmst die Sünden der Welt, du kannst mich trösten mit einem einzigen Worte. Sprich nur, allmächtiger Gott, und meine Seele wird rein, wird mit dem hochzeitlichen Kleide geziert werden


