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Der Tag des Herrn.
5. In deinem Haus will ich mir bauen Die Hütte, bis ich scheid einmal: Indessen gieb mir dich zuschauen, O Lebenslicht und Gnadenstrahl! So find ich recht den Tag der Sonnen, So hab ich meine Ruh in dir: Ach, habe du dein Werk in mir! Vellführe, was du hast begonnen!
6. Wenn sich des Lebens Werktag enden, So ruh, von allem Frohndienst los, Mein Geist in Gottes Baterhänden, Mein Leib in seiner Mutter Schooß, Bis beides feiern wird dort oben, Wo man in sicherm Frieden ruht, Nichts denket, redet oder thut, Als dich zu lieben, dich zu loben.
Chr. Wegleiter+ 1706.
2. Großer Gott von allen Zeiten, regiert, Dessen Treu auf allen Seiten geführt: Heute weckt des Tages Lauf dacht auf.
Dessen Hand die Welt Mich von Jugend auf Mich zu lanter An
2. Ach, wie lieb ich diese Stunden; Denn sie sind des Da mein Herren Fest, Das mit so viel Trost verbunden, Gott mich ruhen läßt Und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist.
3. Habe Dank für diesen Morgen, Der mir Zeit zum Guten schenkt; Das sind unsre besten Sorgen, Wenn der Mensch an Gott gedenkt Und von Herzen betet, singt, Daß es durch die Wolken dringt.
4. Was ist schöner, als Gott loben? Was ist süßer, als sein Wort? Da das Herz zu Gott erhoben Offen sieht des Himmels Pfort! Selig ist, wer Tag und Nacht Also nach dem Himmel tracht.
5. O mein Gott, sprich selber Amen, Denn wir sind dein Eigenthum; Alles preise deinen Namen, Alles mehre deinen Ruhm, Bis es fünftig wird geschehn, Daß wir dich im Himmel sehn. Cafp. Neumann † 1715.


