Dankgebet.
Nun hast du himmlisch mich erquict, du haft dich mir gegeben:
In dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun stündlich leben.
Laß mich, mein Heiland, allezeit von nun an bis in Ewigkeit mit dir vereinigt bleiben.
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Gebet am Abend des Communiontages.
Heiliger, dreieiniger Gott, durch deine Gnade habe ich nun abermals einen sehr wichtigen Tag meines Lebens zurückgelegt. Du haft mir an demselben so viele Wohlthaten im Leiblichen erwiesen, daß ich sie nicht alle zählen kann. Aber die geistlichen Wohlthaten, welche ich von dir empfangen habe, sind unendlich viel größer und wichtiger. Du hast mich unterrichtet, getröstet und gestärkt durch dein heiliges Wort, und hast mich gespeiset und getränket mit dem Leib und Blut Jesu Christi, meines Heilandes. Ich bin nun dein Tempel und deine Wohnung. Alle deine Gnadengüter sind mir geschenkt, und alle deine Verheißungen, welche du mir auf alle Ewigfeiten gegeben, sind in mir versiegelt worden. Und ob ich schon auch heute von Sünden nicht freigeblieben, sondern in manchen Stücken gefehlt und dein Gesetz übertreten habe, so weiß ich doch, daß du dich mein erbarmest, und mir alle meine Sünden vergibst um des vollkommnen Versöhnopfers Jesu Christi willen; wie ich denn hiemit von Herzen um Vergebung aller meiner Vergehungen und Sünden demüthig bitte. Wie soll ich dir nun genug danken, mein Gott, für alle Gnade und Barmherzigkeit, die du heute an mir bewiesen hast? Nimm hin mein ganzes Herz, nimm hin meinen Geist mit allen seinen Kräften, und meinen Leib mit allen seinen Sinnen und Gliedern, und brauche mich zu deinem Lob und zu deiner Ehre, wie es dir wohlgefällt. Erleuchte meinen Verstand durch dein Licht, beruhige mein Gewissen durch deinen Frieden, heilige meinen Willen durch deine Kraft und laß mich deine ewige Wohnung sein. Herr, sei mir gnädig und erhöre mich um deiner ewigen Liebe willen! Amen!
Berichtigungen.
Rückseite des Titelblatts: Als Wechselgesang erscheint auch Lied Nr. 197.
Weisen, Jahreszahlen: Nr. 1 u. 50b( 1653) 1656 statt 1657 u. 1658. Nr. 14( 1653) 1661 ftatt 1657. Nr. 20 1710 statt 1711. Nr. 24 1668 statt 1686. Rr. 38( 1601) 1611 ftatt 1613. Nr. 42 1544 statt 1587. Nr. 71b u. 1420 1539 ftatt 1540. Nr. 192 1633 statt 1663.
Unterschriften: Rr. 1, 2 u. 49 B. Schmolf statt Schmolfe. Nr. 10+ 1762. Nr. 19b Heinrich Held um 1660. Nr. 21b 1860. Nr. 39+ 1541. Nr. 43+ 1534. Nr. 55+1803. Nr. 56 Friedrich Fabricius † 1703 statt L. E. Gräfin v. Schwarzburg. Nr. 60b Anonym 1638. Nr. 183+ 1756. Text: Nr. 33 v. 4 ,, und" statt ,, um". Nr. 51 v. 1, durch" statt ,, aus des Todes". Nr. 95 v. 2 3ieh doch" statt ,, Sieh doch". Nr. 120b v. 1 ,, daraus mir" statt ,, daraus nur". Nr. 167 v. 3,3ur grünen" statt zu grünen".
Noten: Nr. 50 g auf Schar" und Nr. 150 g auf Sir" punktirt.
Weise: Balet will ich dir geben. Nr. 199.
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ch geh zu deinem Grabe,
du großer Ofterfürst, Weil ich die Hoffnung habe, daß du mir zeigen wirst,
Wie man kann fröhlich sterben, und fröhlich auferstehn, auch mit des Himmels Erben ins Land des Lebens gehn.


