45.
Osterlieder.
5. Ofterlieder.
( Auf, auf, mein Herz, mitFreuden nimm wahr, was heut ge- schicht! Wie kommt nach großen Leiden nun ein so gro- ßes Licht?
Crüger. 1649.
Mein Hei- land war ge= legt da, wo man uns
wenn von uns un- ser Geist gen Him= mel ist
2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; Eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei,
Und ruft Victoria, schwingt fröhlich hie und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Muth behält.
3. Der Held steht auf dem Grabe und sieht sich munter um, Der Feind liegt, und legt abe Gift, Gall und Ungestüm;
Er wirft zu Christi Fuß sein Höllenreich, und muß selbst in des Siegers Band ergeben Fuß und Hand.
4. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel: Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will
Entnehmen meinen Muth, zusammt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist.
5. Die Höll und ihre Rotten, die frümmen mir kein Haar, Der Sünden kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr;
Der Tod mit seiner Macht wird schlecht bei mir geacht, er bleibt ein todtes Bild, und wär er noch so wild.
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hin- trägt,
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ge reist. 6. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn; Sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht; das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick.
7. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied: Wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit;
Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd und Noth, er reißet durch die Höll ,. ich bin stets sein Gesell.
8. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach, Und darf mich gar nicht fehren an einig Ungemach:
Es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt.
9. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, Daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird:
Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer bort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht.
Paulus Gerhardt. † 1676.


