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Evangelische Kirchenlieder nach alter Lesart und Singweise : mit Responsorien für den Altardienst, Wechselgesängen, ausgewählten geistlichen Volksliedern und Psalmen und einem Beicht- und Communionbüchlein
Entstehung
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Passionslieder.

4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen. Dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen.

Du sollst sein meines Herzens Licht, und wann mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben:

ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiemit zu deinem Eigenthum beständiglich verschreiben.

36.

1. Herz- lieb- ster Je su, was hast du ver- brochen, daß man

=

5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage fingen, Mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen.

Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen;

und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen.

Paulus Gerhardt. † 1676.

Krüger. 1640.

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ein solch scharf Ur- theil hat ge- spro- chen? Was ist die Schuld? in was

für Mis- se- tha- ten bist du ge= ra= then? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,

ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; du wirst mit Essig und mitGall getränket, ans Kreuz gehenket.

3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?

Ach, meine Sünden haben dich ge­schlagen!

Ich, o Herr Jesu! hab dieß wohl verschuldet,

was du erduldet!

4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe:

der gute Hirte leidet für die Schafe; dieSchuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte!

5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt:

der Böselebt, der widerGott mißhandelt. Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen: Gott wird gefangen.

6. Ich war von Fuß auf voller Schand und Sünden,

bis zu der Scheitel war nichts Guts zu finden:

dafür hätt ich dort in der Höllen müssen ewiglich büßen.

7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,

die dich gebracht auf diese Marterstraße!! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden:

und du mußt leiden!

8. Ach großer König, groß zu allen Zeiten,

wie kann ich gnugsam solche Lehr

ausbreiten?

Keins Menschen Herz vermag es aus­zudenken,

was dir zu schenken.

9. Ich fanns mit meinen Sinner nicht erreichen,

mit was doch dein Erbarmen zu ver­gleichen: