V. Der kleine Katechismus Luthers.
Erstes Hauptstück.
Die zehn Bebote Gottes. wie sie ein Hausvater seinen Kindern und Gesinde einfältiglich vorhalten soll.
Das erste Gebot.
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
Was ist das?
Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.
Das andere Gebot.
Du sollst den Namen deines Gottes nicht unnüglich führen; denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern denselben in allen Nöthen anrufen, beten, loben und danken.
Das dritte Gebot.
Du sollst den Feiertag heiligen.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen.
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Das vierte Gebot.
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten, noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, fie lieb und werth haben.
Das fünfte Gebot. Du sollst nicht tödten.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid thun, sonden ihm helfen und fördern in allen Leibe nöthen.
Das sechste Gebot.
Du sollst nicht ehebrechen.
Was ist das?
Wir solleu Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken, und ein Jeglicher sein Gemahl lieben und Ehren.
Das siebente Gebot.
Du sollst nicht stehlen.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten


