Druckschrift 
Fegfeuer-Stimmen : Betrachtungen und Beispiele ; Gebete und Andachtsübungen zum Troste der lieben Abgestorbenen und zum Heile der Lebenden auf alle Tage des Monats ; insbesondere des Aller-Seelen-Monats November / von Karl Jb. Eisenring
Entstehung
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auf Erden erdulden kann. Zahlreiche Grade und Abstufungen gibt es wohl in den Strafen des Fegfeuers. Nach Maßgabe ihrer Schuld müssen sie die büßenden Seelen durchwandern, ganz oder teilweise. Das Fegfeuer," sagt die Hl. Mechtildis, das nach diesem Leben folgt, ist so groß, daß es anhebt vor dem Schlunde der Hölle und endet vor dem Himmelsthor." Es ist die Feuerpein, es ist die Bein der Sinne, es ist die Qual des Feindes und der Reue­schmerz der Seele, wodurch die lieben Seelen gequält und geläutert werden müssen. Wo ist eine Seele auf Erden, die noch einen Funken Mitleid fühlt, die bei dieser Erwägung sich nicht entschließen könnte, in diesem Monate etwas mehr als gewöhnlich zur Erquickung und Erlö­sung dieser armen, lieben Seelen zu beten, zu leiden oder zu wirken? Niemand wohl, der, besonders am Allerseelentag, es beherzigt und bedenkt, daß unter diesen bitter und schmerzvoll Leidenden auch seine Großeltern, Eltern, Seel­sorger, Lehrer, Geschwister, Anverwandte oder Freunde sein können, ja vielleicht solche, die gerade wegen ihm an diesem Orte der Qual zurückgehalten werden, kann ohne Mitleid und