384 Episteln
verwerfen, und Gutes erwählen, wird das kand, davor dir grauet, verlassen seyn von seinen zween Königen.
Evangelium, Lucaͤrr, v. 26„38.
1 nd im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißet Naza⸗ eth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Man⸗
ne, mit Ramen Joseph, vom Hause David: und die
Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hin⸗
ein, und sprach: Gegrüßet seyst du Holdselige, der Herr
ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrack sie über seine Rede, und gedachte, welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr:
Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott ge⸗
funden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und
einen Sohn gebähren, deß Ramen sollst du Jesus heißen
Der wird groß, und ein Sohn des Höchsten genennet wer⸗
den: und Gott, der Herr, wird ihm den Stuhl seines Va⸗
ters Davids geben; und er wird ein König seyn über das
Haus Jakob ewiglich, und seines Königreichs wird kein
Ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das
zugehen? Sintemal ich von keinem Manne weiß. Der En⸗
gel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir ge⸗ boren wird, wird Gottes Sohn genennet werden. Und fiehe, Elisabeth, deine Freundin, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten
Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sey. Denn
bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach:
Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
Am Tage Philippi und Jacobi. Epistel, Ephes. 2, v. 19 22
leben Brüder! so seyd ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Brüder mit den Heiligen, und Hottes Hausgenossen, erbauet auf den Grund Dage e
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