des
Herz
— nur fuͤr Seelen, die Gott, N*
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Herz von Freude ganz ent⸗ zuckt. Ein jeder Sinn, ein jedes Glied erweckt zum Prei⸗ se mein Gemuͤth.
I. Ich bin nicht werth der großen Guͤte, die du, mein Gott, an mir gethan; voll Ruͤhrung preist dich mein Gemuͤthe, und baͤtet dich in Demuth an. Dir will ich und Leben weihn, und stets ein Freund der Tugend seyn.
lieben
Mel. Wer nur den
16 Fs werde Gott von 7 dir erhoben, du seines Odems Hauch, mein Geist! Sollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes sei⸗ ner Werke preist; ihn, der mich schuf, sein Bild zu seyn und seiner Liebe mich zu freun?
2. Schoͤn ist der sonnen⸗ reiche Himmel, den er zu sei⸗ nem Stuhle waͤhlt; doch ist der sonnenreiche Himmel gedankenlos und unbeseelt: mir nur, dem Throne seiner Hand gab er Gefuͤhl, gab er Ver stand.
3. Anmuthig, praͤchtig zum Entzücken ist seine ganze Koͤr⸗ verwelt. Wer zaͤhlt die Reize, die sie schmuͤcken? Was ich nur seben kann, gefaͤllt; und
dennoch kann sie nicht, wie schoͤn, wie wundervoll sie
sey, verstehn. 4. Fuͤr Eugel nur, und
Werke und Wohlthaten Gottes.
zu ihrer Würd' erhob, sind sie so herrlich; sie erzaͤhlen nur Geisern meines Schoͤp⸗ fers Lob. O Seele, jauchze, daß der Ruf der Allmacht dich zum Geiste schuf.
5. Ich, Gott! kann den⸗ ken; ich gewinne, weil ich zu einem Geise ward, durch die Empfindung meiner Sin⸗ zanken tausendfacher Art. Auch strebt ich, alle Gott zu weihn; wie selig koͤnnt ich hier schon seyn!
6. Ich kann sie sammeln, sie verbinden, sie trennen; wie es mir gefaͤllt, die Welt empfinden, mich empfinden, mich unterscheiden von der Welt. Zu tausend Thaten hab ich Kraft; die gibt mir Gott, der alles schafft.
7. Wie feurig duͤrstet mei⸗ ne Seele nach Gluͤck und Lust und Nur, daß ich oft betrogen waͤhle, was
ne, G
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mich nach dem Genusse reut. Doch das ist, Vater, meine
Schuld: du schaffest, was du schaffst, aus Huld.
8. Begabt mit wundervol⸗ len Sinnen, mit Freyheit, mit Vernunft von dir, sollt' ich nur dich, Gott, liebge⸗ winnen, dich nur, und was gebraͤche mir? Ach moͤchte meine Seele dein, mit allen ihren Kraͤften seyn!
9. Gott, meine Lust sei, dich zu kennen, dich, Urquell der Vollkommenheit; von deiner Liebe ganz zu brennen,
das


