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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
Entstehung
Seite
671
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Gebete und Andachten. 67¹

ich dir, mein Gott! aber es ist die wahre Ruhe noch nicht, die ist nicht in der Welt. O! wann werde ich zur voͤlligen Ruhe gelangen! Sey still, meine Seele! dir gebuͤhret nicht zu klagen; verlangst du hier schon nach Ruhe, so suche sie in Gott. Aber die Welt, sagst

du, goͤnnet mir diese Ruhe nicht. Goͤnne du sie dir

selbst, und mache dir nicht mehr zu schaffen mit der Welt, als es noͤthig ist. Thue, was du zu thun hast; entschlage dich dessen, was uͤberfluͤssig ist; quaͤle dich nicht mit unnoͤthigen Sorgen, sondern wirf dein An⸗ liegen auf den Herrn, und vertraue auf seine Guͤte; so wirst du Ruhe genug finden fuͤr deine Seele. Voll kommene Ruhe, die ist hier nicht zu finden; aber sie ist jenseits des Grabes gewiß. Wende nur hier deine Lebenszeit wohl an; so lange du auf dem Kampfplatze bist, kaͤmpfe! so lange du auf der Laufbahn bist, laufe! Endlich schlaͤgt die Stunde, die dich in das Land der vollkommensten Ruhe, des ewigen Friedens hinuͤber bringen wird. Dann wirst du anders aufwachen, als jetzt; Ruhe, die seligste, wird dich dann aufneh men, wenn dein Ziel erreicht ist, und das herrliche Kleinod am Throne des Ewigen dir wird zugetheilt werden. Hierauf freue dich, meine Seele! diese Hoff⸗ nung ist dir gewiß; denn es ist noch eine Ruhe vor handen dem Volke Gottes. Nach dieser Ruhe will ich allein trachten, sie soll auch heute mein einziges NAu⸗ genmerk seyn. Mag doch heute noch mancher Kampf, manche Beschwerde meiner warten! wer weiß, wie lange noch? wer weiß, wie bald alle meine Beschwer⸗ de und Arbeit zu Ende seyn wird? Mit diesem Tage beschließe ich wieder eine Woche. Es wird ein Tag kommen, der mein ganzes Leben beschließen wird. Heute muͤssen also alle meine Werke fuͤr Zeit und Ewigkeit auf diese Woche beschlossen werden; diesen Tag will ich daher ansehen als den letzten meines Lebens, und Alles, was ich besonders fuͤr die Ewig keit noch zu thun habe, fertig machen, damit, wenn ich heute noch sterben sollte, meine Ruhe im Himmel desto gewisser, und mein Tod desto freudiger sey. Du, mein Gott und mein Vater! staͤrke mich aunch

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