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Gebete und Andachten. 667
nen Leib und meine Seele; walte uͤber mich, uͤber die Meinigen, uͤber alle Menschen nach deiner theuren Gnade in Jesu Christo. Amen.
Morgenandacht am Freytage.
Esaias 43. V. I. 2. 3.„Fürchte dich nicht,
5 denn ich habe dich erlöset, ich habe dich „dey deinem Namen gerufen, dur bist mein;
„so du durchs Wasser gehst, will ich bey
»„dir seyn, daß dich die Strome nicht sollen „ersaͤufen; und so du durchs Feuer gehst/ 5 solist du nicht brennen, und die Flamme „ soll dich nicht anzuͤnden; denn ich bin der „Herr dein Gott, der Heilige in Ifrael, „dein Heiland!“
So fange ich denn auch diesen Tag, den ich durch Gottes Guͤte wieder erlebt habe, mit dem Troste an: Gott ist bey mir! O! wohl mir, daß ich ihn kenne diesen Gott, der allmaͤchtig und allgegenwaͤrtig ist, der mich liebet, und mich erloͤset hat! Nun fuͤrchte ich mich fuͤr Nichts. Koͤnnen doch die Fluthen mich nicht ersaͤufen, kann doch das Feuer mich nicht verzehren ohne den Willen dessen, der mein Gott und mein Er⸗ loͤser ist. Er, der mich liebet, mein Vater und mein Freund, ist allenthalben bey mir. Er war be mir in dieser finstern Nacht. Er erhielt mich. Er bewachte mich. Er weckte mich wieder auf. Er ist bey mir auch diesen Augenblick; ich bete ihn an, und er hoͤret diese meine Stimme, und weiß, wie ich mich jetzt in seiner Liebe erfreue. Er wird auch diesen Tag bey mir seyn, ich traue fest auf sein Wort; er selber hat mir zugesagt: Ich will bey dir seyn! Ja, mein Gott! sey du bey mir! Ich habe deinen Beystand hoͤchst noͤthig. Ohne dich wuͤrde ich dieser Tag mit Furcht und Zittern anfangen; denn von Allem, was mir heute begegnen wird, weiß ich nichts. Ohne dich koͤnnte ich keinen Schritt mit Sicherheit thun. Ohne
dich koͤnnten meine Berufsgeschaͤfte nimmermehr zum Segen


