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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
Entstehung
Seite
11
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8. Vollbring' ich redlich meine Pflicht; so acht' ich Müuͤh' und Arbeit nicht. Mich staͤrkt in tiefer Schachten Graͤuͤn das herzerhebende Vertraun, Gott da zu schaun.

9g. Wohl mir! Mein Stand ist auch vom Herrn. Deß bin ich froh, und baue gern mit Muͤh' und Schweiß die Felsenkluft, bis Gott zum großen Lohntag ruft, aus oͤder Gruft!

10. Mel. Befiehl du deine Wege Le.

Auf allen meinen Wegen ist Gott mein Heil und bicht. Bedeckt von seinem Segen vollbring' ich meine Schicht. Ich fuͤrchte nicht das Grauen der tiefsten Erdennacht; mit freudigem Vertrauen fahr ich hinab den Schacht.

2. Des Abgrunds Nachtgebilde sind mir nicht fuͤrchterlich, mich deckt mit sicherm Schilde mein Gott, und staͤrket mich. Er bleibet bey mir immer; er ists, der mich noch sieht, wenn auch des Tages Schimmer sich meinem Blick entzieht.

3. Es moͤgen Stürme brausen: von keiner Angst beruͤhrt geh ich und ohne Grausen den Weg, den er mich fuͤhrt. Mich schreckt kein unhold Wetter; ich bebe nicht, wenns blitzt. Gott ist mein Schirm, mein Retter, der maͤchtig mich beschuͤtzt.

4. In Mangel, Krankheit, Bloͤße, fleh ich zu meinem Gott, und seines Wohlthuns Groͤße hilft mir aus aller Noth. Der Thiere naͤhrt und kleidet, die Teufen segnend fuͤllt, der hat auch mir bereitet, was meinen Kummer stillt.

5. Bin ich in tiefen Gruͤnden, von Menschenhuͤlfe fern; sein Arm wird da mich finden: er hilft und rettet gern. Im Sinken und im Steigen bewahrt er meinen Fuß, daß jeder Unfall weichen, zum Gluͤck mir die nen muß.

6. An die geliebten Meinen denkt bang mein Herz zuruͤck; an ihren Schmerz, ihr Weinen, trifft mich das Mißgeschick. Doch nein! Ich will erwaͤgen, daß Gott sie nicht vergißt; daß er im Gluͤck ihr Segen, in Noth ihr Troͤster ist.

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