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Am 12. Sonntage nach Trinitatis. 61
worden. Denn ich bin der Geringste unter den Aposteln, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr ge— arbeitet, denn sie Alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Am 12. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium,‚, Marc. 7, 31⸗37. Und da der Herr Jesus wieder ausging von den Grenzen Tyri und Sidon, kam er an das Galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehen Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk be— sonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und spützte, und rührte seine Zunge, und sahe auf gen Himmel, seufzete, und sprach zu ihm: Hephata! das ist, thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es Niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich über die Maaße, und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. Epistel, 2. Cor. 3, 4⸗9.
Ein solches Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selbst, etwas zu denken, als von uns selbst, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott; welcher uns aneh tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buchstabens, son⸗
dern des Geistes. Denn der Buchstabe tödtet, aber der Geist
macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buch— staben tödtet, und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also, daß die Kinder Israels nicht konnten ansehen das An— gesicht Mosis, um der Klarheit willen seines Angesichts,


