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Lob und Dank 1
2 Wie ein Adler sein Gefieder/ Aber seine Jungen streckt,/ Also hat auch hin und wieder 7/ Mich des Höchsten Arm bedeckt,/ Alsobald im Mutterleibe,/ Da Er mir mein Wesen gab /And das Leben, das ich hab /And noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit.
3* Sein Sohn ist Ihm nicht zu teuer,/ Nein, Er gibt Ihn für mich hin,/ Daß Er mich vom ewgen Feuer Durch sein teures Blut gewinn!/ O Du un⸗ ergründter Brunnen,/ Wie will doch mein schwacher Geist,/ Ob er sich gleich hoch befleißt,/ Deine Tief ergründen können?/ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit.
4* Seinen Geist, den edlen Führer,/ Gibt Er mir in seinem Wort,/ Daß Er werde mein Regierer 7 Durch die Welt zur Himmelspfort;/ Daß Er mir mein Herz erfülle/ Mit dem hellen Glaubenslicht,/ Das des Todes Macht zerbricht/ And die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit.
5 Meiner Seele Wohlergehen /Hat Er ja recht wohl bedacht; /Will dem Leibe Not entstehen,/ Nimmt Er's gleichfalls wohl in acht./ Wenn mein Können, mein Vermögen /Nichts vermag, nichts helfen kann,/ Kommt mein Gott und hebt mir an,/ Sein Vermögen beizulegen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit.
6* Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ And ermuntert mein Gemüt,/ Daß ich alle liebe Morgen/ Schaue neue Lieb und Güt./ Wäre mein Gott nicht gewesen,/ Hätte mich sein Angesicht 7Nicht geleitet, wär ich nicht/ Aus so mancher Angst genesen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit.
7* Oas weiß ich fürwahr und lasse /Mir's nicht aus dem Sinne gehn:/ Christenkreuz hat seine Maße/ Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet,/ Tritt der schöne Sommer ein; /Also wird auch nach der Pein,/ Wer's erwarten kann, erfreuet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit.
8 Weil denn weder Ziel noch Ende /Sich in Gottes Liebe findt,/ Ei so heb ich meine Hände/ Zu Dir, Vater, als Dein Kind,/ Bitte, wollst mir Gnade geben,/ Dich aus aller meiner Macht/ Zu umfangen Tag und Nacht/ Hier in meinem ganzen Leben,/ Bis ich Dich nach dieser Zeit/ Lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt
Ps. 47, 7. 8; 66, 14; 150 1 3 Hebr. 13, 15 Weise: Gott ist gegenwärtig, Nr. 22
1 Wunderbarer König, ̃ /Herrscher von uns allen,/ Laß Dir unser Lob gefallen!/ Deine Vatergüte /Hast Du lassen fließen,/ Ob wir schon Dich oft verließen./ Hilf uns noch,/ Stärk uns doch; /Laß die Zunge singen,/ Laß die Stimme klingen.
2 Himmel, lobe prächtig/ Deines Schöpfers Werke /Mehr als aller Menschen Stärke. Großes Licht der Sonne, ́Schieße Deine Strahlen,/ Die das große Rund bemalen. /Lobet gern,/ Mond und Stern,/ Seid bereit zu ehren/ Einen solchen Herren.
3 O du meine Seele,/ Singe fröhlich, singe,/ Singe deine Glaubenslieder;/ Was den Odem holet, /Jauchze, preise, klinge;/ Wirf dich in den Staub da⸗ nieder. /Er ist Gott/ Zebaoth, /Er ist nur zu loben/ Hier und ewig droben. 4 Halleluja bringe,/ Wer den Herren kennet,/ Wer den Herren Jesum liebet;/ Halleluja singe,/ Welcher Christum nennet,/ Sich von Herzen Ihm ergibet./ O wohl dir! /Glaube mir: Endlich wirst du droben/ Ohne Sünd Ihn loben. Joachim Neander


