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Zions-Lieder : zur Erbauung für Gemeinde und Heim
Entstehung
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Aus dem Vorwort zur oͤritten Auflage

Beides, die Heilige Schrift in der Sprache des Volkes sowie auch kernige geistliche Lieder in unserer ausdrucksreichen deutschen Zunge, hat uns der Heilige Geist zur Zeit der gewaltigen Neformation als innig verwachsene Gaben beschieden. Luther hat aus der Tiefe des deutschen Gemütes heraus die vollen Töne kräftiger Gemeindelieder angeschlagen, die auch jenen Geist, da die Welt voll Sturm und Gewitter war, so recht atmen und die jenes Ge⸗ schlecht zur mutigen Tat begeisterten... Seitdem haben all die weiteren Be⸗ lebungen, welche Gottes Geist gewirkt hat, um das Werk der Reformation zu vervollständigen, auch stetig den köstlichen Liederschatz der evangelischen Christenheit bereichert.

Es ist somit nur ganz sachgemäß, wenn in unsern Tagen, da das Werk der Reformation zum endgültigen Abschluß gelangt, da Tausende die Erscheinung ihres Heilandes liebhaben und bald erwarten und im Glauben Jesu Gottes Gebote halten, um vor ihm bestehen zu können, sie die Erfahrungen und Emp⸗ findungen ihres Herzens in entsprechenden Liedern ausdrücken.

Hamburg, im Juni 1907 Der Verleger

Aus dem Geleitwort zur zehnten Auflage

Der Apostel Paulus spricht:Redet untereinander in Psalmen und Lob⸗ gesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in euren Herzen. Damit hat die Pflege christlicher Musik klaren Schriftgrund er⸗ halten. Stimme und Tonwerkzeug sollen zum Preise Gottes erschallen. Das geistliche Lied soll zum inneren Erlebnis werden und dem Heiland Wohnung bereiten helfen. Darum ist es notwendig, möglichst gut zu singen und zu musizieren, daß Gott durch Gesang und Spiel wirklich geehrt werde und Familie und Gemeinde Erbauung finden.

Die Vorarbeiten für diese Ausgabe wurden im Frühjahr 1927 aufgenommen. Ein Mitarbeiterkreis beschäftigte sich mit den Fragen um Streichung und Ergänzung. Bei der Durchsicht der Dichtungen und Tonsätze wurde Rück⸗ kehr zu ihrer Arform angestrebt. Wenn ein Dichter einen Gedanken zum Ausdruck gebracht hat, der unsrer biblischen Erkenntnis nicht entspricht, wurde

im allgemeinen nicht versucht, sein Werk durch Veränderungen anzupassen.

Dies machte den Fortfall einzelner Strophen und ganzer Lieder notwendig. Kürzungen forderte in einzelnen Fällen auch der Naum.

Abersetzungen wurden unter enger Anlehnung an die Gedanken und Worte der Dichter verbessert oder neu vorgenommen. Fremde Tonsätze wurden

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