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Evangelisches Gesangbuch für Elsaß-Lothringen
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Streben nach der Vollend

ung des Heiles

—

E

sollst du fah-ren in

die Freud, die kein Ohr

1

.—

mals ge-hö-ret,

2 Cag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets vielKreuzbetroffen, daß er mir helf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß er schließe seine Bahn,

so hab ich gewünschet eben,

daß sich enden mög mein Leben.

3 Wann die Morgenröt herleuchtet

und der Schlaf sich von uns wend't,

Sorg und Kummer daher streichet,

Müh find't sich an allem End.

Unsre Tränen sind das Brot,

so wir essen früh und spat;

wann die Sonn nicht mehr tut scheinen,

ist nur lauter Klag und Weinen.

4 Drum, herr Christ, du Morgen—

der du ewiglich aufgehst,.

sei jetzund von mir nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst.

Weise: Wer weiß, wie nahe.

die in E-wig-keit auch wäh-ret.

Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut.

Ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse.

5 Ob mir schon die Kugen brechen und mir das Gehör verschwind't, meine Sung nicht mehr kann sprechen, der Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und himmelspfort; du wirst mich in Gnad regieren, auf der rechten Bahn heimführen.

6 Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, rufet aus dem Jammertal. Seine Freud und herrlichkeit sollst du sehn in Ewigheit, mit den Engeln jubilieren und dort ewig triumphieren.

17. Jahrhundert

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