1 Der Tag des Herrn
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ein⸗ ge⸗ weiht./ Auf, auf! die ihm ge⸗raub⸗ te
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—— +———— Zeit/ in ſei⸗ nem Dien⸗ ſte ein⸗ zu⸗ ho⸗ len.
2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne,/ dein irdiſch Werk mußz ſtille ſtehn;/ du ſollſt zu hͤherem Gewinne/ in deines Gottes Tempel gehn,/ ihm zu bezahlen deine Pflich⸗ ten/ und zur Vermehrung ſeines Ruhms/ die Werke deines Prieſtertums/ in tiefſter Andacht zu verrichten.
3. Mein Gott! ich bin vor dir erſchienen/ und gebe auf dein Winken acht;/ wie kann ich dir gefällig dienen,/ wenn mich dein Geiſt nicht tüchtig macht?/ Wie werde ich in dir er⸗ freuet,/ wenn er nicht ſtillt der Sünde Schmerz?/ Wie bet ich, wenn er nicht das Herz/ durch ſeine Gnade mir erneuet?
4. Kann meine Harfe lieblich klingen,/ wenn ſie dein Finger nicht berührt?/ Kann ich die finſtre Macht durch⸗ dringen,/ wenn mich dein Licht nicht aufwärts führt?/ Kann ich ein reines Opfer werden,/ wenn deine Flamm nicht in mich fährt?/ und mich in deiner Lieb verzehrt/ und hebet von dem Staub der Erden?
s. Mein Jeſus hat mein Herz ſo teuer/ zu ſeinem Tempel eingeweiht:/ hier iſt dein Herd, hier iſt dein Feuer,/ die Fülle deiner Herrlichkeit,/ dein Heiligtum, dein Stuhl der Gnade;/ dein Licht und Recht, das Himmelsbrot,/ des Geiſtes Frucht und dein Gebot/ erfüllen dieſe Bundeslade.
6. In deinem Haus will ich mir bauen/ die Zütte, bis ich ſcheid einmal./ Indeſſen gib mir, dich zu ſchauen,/ 0 Lebenslicht, den Gnadenſtrahl!/ So feir ich recht den Tag der Sonnen,/ ſo hab ich meine Ruh in dir;/ ach, habe du dein Werk in mir!/ Vollführe, was du haſt begonnen!
7. Wenn ſich des LebensWerktag' enden,/ ſo ruh, von allem Frondienſt los,/ mein Geiſt in Gottes Vaterhänden,/ mein Leib in ſeiner Mutter Schoß,/ bis beides feiern wird dort oben,/ wo man in ſicherm Frieden ruht,/ nichts denket, redet oder tut,/ als dich zu lieben, dich zu loben. Chriſtoph Wegleiter, † I706.
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