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auch wenn sie uns unerforschlich sind. Du hast, o getreuer Gott, den Entschlafenen(die Entschlafene) von Kindheit auf mit väterlicher Liebe geleitet und ihm(ihr) auch in seinem(ihrem) kurzen Laufe an Leib und Seele viel Gutes gethan. Du hast ihn(sie) von Jugend auf unterwiesen und deine Vaterhand nach ihm lihr) ausgestreckt, ihn(sie) zu dir zu ziehen aus lauter Güte. Verherrliche nun auch deine erbarmende Gnade in Christo Jesu an ihm(ihr) in alle Ewigkeit. (Erscheine mit deinem kräftigen Troste— deinen Namen zu preisen.)
Bei Beerdigung eines Hausvaters oder einer Hausmutter.
Blicke jetzt auch auf uns gnädig herab, die wir in tiefer Trauer hier versammelt sind. Deine Gedanken sind nicht unsere Gedanken und unsere Wege sind nicht deine Wege, sondern wie die Himmel höher sind als die Erde, also sind auch deine Wege höher als unsere Wege und deine Gedanken höher als unsere Gedanken. Hilf uns, daß wir auch jetzt deinem unerforschlichen Rathschluß mit kindlicher Ergebung uns unterwerfen und bei allem Schmerz, der uns er⸗ griffen hat, uns fest an das Wort des Trostes halten: Was Gott thut, das ist wohlgethan. Stehe mit deiner göttlichen Gnade dem verwaisten Hause bei und erwecke ihm treue Freunde in seiner Noth. Nimm alle Glieder des Hauses in deine gnädige Obhut; erhalte sie im Glauben an dich und laß ihnen diese schmerzliche Prüfung ewig zum Besten dienen.
Bei Beerdigung einer betagten Person.
Du hast Großes gethan an dem(der)(hoch-) betagten Pilger, dessen(Pilgerin, deren) entseelte Hülle wir jetzt zur Grabesruhe be⸗ gleitet haben. Du hast an ihm lihr) wahr gemacht das theure Wort deiner Verheißung: Ich will euch tragen bis ins Alter, und bis ihr grau werdet; ich will es thun, ich will heben und tragen und erretten. Lob und Dank sei dir gesagt für alle die weisen, väterlichen Führungen, wodurch du dich in einer so langen Reihe von Jahren an dem(der) Verstorbenen verherrlicht, für alles Gute, das du ihm(ihr) nach Leib und Seele erwiesen hast. In deine Hände übergeben wir ihn(sie) mit der gläubigen Bitte, daß du dich an ihm(ihr), wie in den Tagen seines(ihres) langen Pilgerlaufes, so in alle Ewigkeit als den Gott der Liebe und Erbarmung er⸗ weisen mögest.(Erscheine mit deinem kräftigen Troste— deinen Namen zu preisen.)
Uns allen aber, o gnädiger Gott, öffne die Augen über unsere Hinfälligkeit und Sterblichkeit, daß wir nicht auf das Fleisch säen zu unserem Verderben, sondern auf den Geist, zu ernten das ewige Leben, und stärke uns in wahrer Gottesfurcht und lebendigem Glau⸗ ben, dir zu dienen alle übrigen Tage unsers Lebens.
Leite es in Gnaden, daß die letzte Stunde uns nicht unvorbe⸗ reitet überfalle, sondern uns wachend finde, und stehe uns dann bei mit deines Geistes Kraft in der letzten Noth, daß wir gläubig auf⸗


