Floß auch mir aus deinen Wunden. Herr, ich dank, ich danke dir Einst im Tode noch dafür.
7. Ruh' im Leben, Trost am Grabe, Unaussprechlicher Gewinn, Den ich dir zu danken habe, Dir, deß ich nun ewig bin! Jesu, dir mein Herz zu geben, Deiner Tu⸗ gend nachzustreben, Dir zu trau'n, zu sterben dir— Dies, dies sei mein Dank dafür.
Christoph Neander(1723— 1802.)
Mel.: Jesus meine Zuversicht.
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Golgatha, Setz' dich unter Jesu Kreuze, Nimm zu Herzen, wie dich da Seine Pein zur Buße reize. Willst du unempfind⸗ lich sein? O, so bist du mehr als Stein.
2. Schaue doch das Jam⸗ merbild Zwischen Erd' und Himmel hangen, Wie das Blut mit Strömen quillt, Daß ihm alle Kraft vergangen! Ach, der übergroßen Noth: Es ist ja mein Jesus todt!
3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Alles das hab' ich verschuldet, Und du hast aus
großer Huld Pein und Noth für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, Giebst du dich am Kreuze hin.
4. Unbeflecktes Gottes⸗ lamm, Ich verehre deine Liebe. Schaue von des Kreu⸗ zes Stamm, Wie ich mich um dich betrübe. Dein zum Tod' verwundet Herz Bringt mir tausendfachen Schmerz.
5. Ich kann nimmer, nim⸗ mermehr Diese Plage dir vergelten. Du verbindest mich zu sehr: Alle Güter, tausend Welten, Alles wäre noch kein Dank Nur für deinen Gallen⸗ trank.
6. Eines weiß ich, Herr, für dich: Sieh mein Herz, ich will dir's geben; Dieses soll beständiglich Unter dei⸗ nem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein Lebend, leidend, sterbend sein.
7. Kreuzige mein Fleisch und Blut, Lehre mich die
Welt verschmähen; Laß auf
dich, du höchstes Gut, Im⸗ mer unverwandt mich sehen; Führ' in allem Kreuze mich, Wie du willst, nur seliglich.
8. Endlich laß mich meine Noth Auch geduldig über⸗ winden. Nirgends sonst soll
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