690 XX. Die letzten Dinge.
auf der Gnaden Pfort'! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, Eh' ich
bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus
jener Nichtigkeit Und mir Gott hat gegeben Das Erb' der Ewigkeit!
5. Was für ein Volk, was für ein' edle Schaar Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Aus⸗ erwählten war, Seh' ich, die beste Kron', Die Jesus mir, der Herre, Entgegen hat gesandt, Da ich noch war so ferne In meinem Thränenland.
6. Propheten groß und Patriarchen hoch, Auch Christen insgemein, Die weiland dort trugen des Kreuzes Joch Und der Ty⸗ rannen Pein, Schau' ich in Ehren schweben, In Frei⸗ heit überall, Mit Klarheit hell umgeben, Mit sonnen⸗ lichtem Strahl.
7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin Im schönen Paradeis, Von höchster Freud' erfüllet wird der Sinn, Der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine Singt man in Heilig⸗ keit, Das Hosianna feine Ohn' End' in Ewigkeit.
8. Mit Jubelklang, mit
Instrumenten schön Auf Chören ohne Zahl, Daß von dem Schall und von dem süßen Ton Sich regt der Freudensaal, Mit hun⸗ derttausend Zungen, Mit Stimmen noch viel mehr, Wie von Anfang gesungen Das große Himmelsheer.
Dr. Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642.
Mel. Wie schön leuchtet der ꝛc.
Jacob. 1, 12.
8 3 6 1 sein Geist,
ö o Gott, wird ganz entzückt, Wenn er nach jenem Himmel blickt, Den du für uns bereitet; Dort wird erst deiner All⸗ macht Hand Aus neuen Wundern recht erkannt, Die du daselbst verbreitet. Herr, ich Fühl' mich Angetrieben, Dich zu lieben, Der zum Leben Jener Welt mich will erheben.
2. Was sind die Freu⸗ den dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, Die wir im Himmel finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar Viel Wunder deiner Güte dar, Daß wir sie froh empfinden; Doch hier Sind wir Bei den Freuden Noch mit Leiden Stets umgeben,
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