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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg
Entstehung
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634⁴ Gebet bei einem Gewitter. Gebet in Kriegsnoth. Rathgebern fehlen, welche das Vaterland, Recht und Gerechtigkeit, Religion und Tugend lieben und schützen. Mache ihn zum Vater der Witwen und Waisen, zur Zuflucht der Gedrückten, zum Retter der Unschuldigen, zum Beschützer aller Guten und zum Schrecken aller Bösen. Erhalte und bewahre sein theures Leben, schütze seine gehei ligte Person vor jedem Unfall. Verherrliche an ihm und an seinem Hause deine Gnaͤde. Erfreue ihn durch jeden edlen und erheiternden Lebensgenuß, und schenke ihm vor allem die Liebe seiner Unterthanen. Sei mit unsrem Vaterlande, Herr unser Gott, wie du bisher mit demselben gewesen bist. Bewahre es gnädig vor Krieg, Theurung, Mißwachs, schädlicher Witterung, vor ansteckenden Krankheiten, vor Feuer und Wassersnoth so wie vor Dürre und Wassermangel. Ver leihe fruchtbare Jahreszeiten. Laß Wissenschaft und Künste, Handlung und Ackerbau und jedes nützliche Gewerbe in demselben gedeihen. Gib Friede und Ruhe, Glück und Heil in jedem Stande. Laß in unsrem Lande Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Segne uns, Gott, unser Gott, und alle Welt fürchte dich! Amen.

Gebet bei einem Gewitter.

Allmachtiger Gott, Schͤpfer und Herr des Himmels und der Erde! Groß und herrlich bist du in allen deinen Werken: groß und herrlich, wenn deine Sonne uns leuchtet; groß und herrlich, wenn schwarze Wolken deinen Himmel trüben. Du neigest den Himmel und fährst herab auf dunkeln Wetterwolken. Du donnerst und schleuderst deine Blitze, daß sie wie Feuerflammen auf uns herabfahren. Hagel, Blitze und Sturm winde sind deine Boten, die deine Befehle ausrichten. Herr, wer kann deiner Macht widerstehen? In einem Augenblick vermagst du uns und alles, was wir besitzen, in Staub und Asche zu verwandeln. Vor dir muß sich der schwache Sterbliche im Gefühl seiner gänzlichen Unmacht beugen, vor dir der verstockte Sünder unter den Schrecken seines Gewissens zittern. Aber du bist der Allgütige, Gnädige und Barmherzige. Deine Donner und Blitze erschüttern, aber sie befruchten auch den Erdboden; deine Sturmwinde schrecken uns, aber reinigen und erfrischen die schwüle Luft und geben uns eine erquickende Kühle. Wer unter deinem Schirme sitzet, du Hoͤchster, und in dem Schatten deiner Allmacht ruhet, der spricht zu dir: Herr, meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Auch im grauenvollen Dunkel bist du bei uns. So breite denn auch in diesen Augenblicken die Flügel deiner Allmacht über uns aus, sei unser Schirm und Schild und wende alle drohende Gefahr von uns ab. Bewahre unser Leben, beschütze unser Eigenthum, und behüte gnädig die Früchte und Gewächse des Landes. Gib, daß der Anblick deiner furchtbaren Größe, du majestätischer, heiliger Gott, bleibende heilsame Eindrücke bei allen zurücklasse, die sich jetzt im Staub vor dir beugen müssen. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Wir werfen uns in deine Vater⸗ arme; auf dich stehet unsre Hoffnung. Erbarme dich unser! Amen. Gebet in Kriegsnoth. Gott, du bist auch dann noch ein Vater deiner Kinder, wenn du schwere Trübsale über sie verhängst, heilig und gerecht in allen deinen Wegen, gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und

Treue, Zwersich 3u dir f ach deil hast. D Kinder! den wie im Son enket ur gus dem heine ge uns dei net grof du bish großen Seufzer hirung

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