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I. Allgemeine Gebetlieder. 7
Grauen, Der Herr sei nicht mehr mein, So seufz ich voll Vertrauen: Herr, hilf mir, ich bin dein!
10. In meinen letzten Stunden Schätz ich mich heil und rein Durch meines Heilands Wun— den: Er hilft mir, ich bin sein!
Ph. Fr. Hiller, geb. 1699 4 1769⸗
Mel. Valet will ich.(Klaglieder 3, 22—24. Ps. 24, 8.)
9. Beherrscher aller Welten! Im Staube bet ich an. Wie könnt ich dir vergelten, Was du an mir gethan? War nicht an jedem Morgen, Gott, deine Güte neu, Und machte mich von Sorgen, Von Gram und Kummer frei?
2. O Gott, wie viele Sünden Hast du mir schon verziehn! Ach laß mich Gnade finden Und segne mein Bemühn, Mich selber zu bezwingen, Zu thun, was dir gefällt, Das Kleinod zu erringen, Das ew'gen Werth behält!
3. Gott, alle meine Tage Sind Zeugen deiner Huld. Wie oft traf eine Plage Mich nur aus eigner Schuld! O möchte doch
Eberhard Friedrich, Prinz Mel. Herr, wie du willt.(Ps. 5,
10. Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken gehen; Du krönst uns mit Barmherzig— keit Und eilst uns beizustehen: Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten! Pf.36, 6.
2. Ich bitte nicht um über⸗ fluß Und Schätze dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden; Gib mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den,
dein Segen, Der mich bisher er— freut, Mich dringen und bewe— gen Zur thät'gen Dankbarkeit!
4. Gib, daß ich dir vertraue, Der du die Liebe bleibst, Auch wann du mich auf rauhe Und steile Pfade treibst. Wann in Gefahr und Schmerzen Mein Geist will muthlos sein, So flöße meinem Herzen Geduld und Hoffnung ein!
5. Zum Besten soll mir dienen Das Leiden dieser Zeit; Noch ist sie nicht erschienen, Die große Herrlichkeit Und Wonne, die die Deinen Dereinst beglücken soll; Sie säen unter Weinen, Und
ernten freudenvoll. von Hohenlohe-Kirchberg, geb. 1735 + 1804.
2. 3. 3, 57. 21. 1 Kön. 3, 9—13.)
den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen!
3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren; Des guten Namens Eigenthum Laß mich nur nie verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht. Der Ruhm vor deinem Angesicht Und from⸗ mer Freunde Liebe.
4. So bitt ich dich, Herr Zeba⸗ oth, Auch nicht um langes Le— ben; Im Glücke Demuth, Muth in Noth, Das wollest du mir


