4 I. Allgemein
3. Denk ich, wie ich dich ver⸗ lassen, Wie ich häufte Schuld auf Schuld, So möcht ich aus Scham erblassen Vor der Lang⸗ muth und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen Hast ge— tragen aus Erbarmen. Tau⸗ send tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür!
4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was Lieb und Gütigkeit Du durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit, So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch die Tiefen zu ergründen. Tausend tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür!
5. Du, Herr, bist mir nachge— laufen, Mich zu reißen aus der Glut; Denn da mit der Sün⸗ der Haufen Ich nur suchte irdisch Gut, Hießest du auf das mich achten, Wornach man zuerst soll trachten. Tausend tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür!
6. O wie hast du meine Seele Stets gesucht zu dir zu ziehn! Daß ich nicht mein Heil verfehle, Soll ich zu den Wunden fliehn, Die mich ausgesühnet haben Und mir Kraft zum Leben gaben. Tausend tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür!
7. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit Sind vor deinem An— gesicht; Du, du trittst hervor in Klarheit, In Gerechtigkeit, Ge— richt; Lässest uns in deinen Wer— ken Deine Güt und Allmacht
e Gebetlieder.
merken. Tausend tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 8. Bald mit Lieben bald mit Leiden Kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, Ganz sich zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Ver⸗ langen Möcht an deinem Willen hangen. Tausend tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür!
9. Wie ein Vater nimmt und gibet, Nachdems Kindern nütz⸗ lich ist, So hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist, Und dich meiner an⸗ genommen, Wenns aufs äußer⸗ ste gekommen. Tausend tausend⸗ mal sei dir, Großer König, Dank dafür!
10. Mich hast du auf Adlers— flügeln Oft getragen väterlich, In den Thälern, auf den Hü⸗ geln Wunderbar errettet mich; Schien mir alles zu zerrinnen, Ward ich doch der Hilfe innen. Tausend tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür!
11. Fielen Tausend mir zur Seiten Und zur Rechten zehn— mal mehr, Ließest du mich doch begleiten Durch der Engel star—
mich drangen, Ich jedennoch bin entgangen. Tausend tau⸗ sendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! Pf. o2, v.
12. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit;
Und du hast zu mir geneiget,
kes Heer, Daß den Nöthen, die


