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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
Entstehung
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Heilslehre und Heilsordnung. 53

welt, des Umgangs, der Lebensverhältnisse u. dgl. Durch Alles will der Vater ziehen zum Sohne, und unter Allem übt GOttes Geist sein Zucht-, Straf— und Lehramt, um unsern Geist aus dem Fleisch auf— wärts zu ziehen zur Geistesheimath, aus der Sichtbar— keit in die unsichtbare Welt.

Besonders ist das Kreuz das gesegnetste Mittel, um uns die untere Welt zu entleiden und unsere Lust aus der Vergänglichkeit einzuführen in GOtt. Wer am Fleisch leidet, höret auf von Sünden, saͤgt Petrus (I. 4, 1.), und Anfechtung lehrt auf das Wort mer— ken(Jes. 28, 19.). Die schmalsten Pfade und engsten Pforten führen am sichersten zum Leben, die dunkelsten Wege am schnellsten zum Licht. Wie daher im Großen die Drangsale der Völker, Kriege und andere Gerichte als Zuchtmeister auf Christum anzusehen sind, so auch bei einzelnen Menschenseelen ist die Hitze der Trübsal der Ofen, in dem die Berufenen zu Auserwählten ge— macht werden sollen(Jes. 48, 10.). Oft aber braucht der Geist keine äußeren Mittel, uns die Welt zu ent— leiden, oft wirkt er unmittelbar im Herzen ein Gefühl der Leere und eine Sehnsucht, für die es auf der ganzen Erde keine Befriedigung gibt. Oft mitten in äußerlicher Freude hat der Geist ein schmerzliches Heimweh, nach jeder irdischen Lust ist er ärmer, als zuvor, und beim Blick in die Ewigkeit drückt die Last der Schuld ihn nieder.— Da hat der heilige Geist tausendfache Wege und Mittel, die Seelen zu ziehen und zu erziehen. Bald ist ein schwerer Buß⸗ kampf mit gewaltigen Erschütterungen begleitet, bald hilft ein leiseres Wehen des Geistes zum allmähligen Uebergang, bald ist Buße das erste, bald Glaube,