28 Einladung.
bußfertigem Sinn zu IEsu sprach:„HErr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst,“ da gab ihm der Heiland die große Verheißung:„Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese seyn“(Luc. 25, 45.0.
Auch der gefallene Jünger, der Ihn verleug— net hatte, wurde wieder zu Gnaden angenommen, ein Blick des HErrn zerschmelzte sein Herz und nachdem er bittere Thränen der Buße geweint hatte, durfte er zuerst unter allen Jüngern den Auferstandenen sehen und so seiner vergebenden Gnade sich getrösten. Und eben zu diesem Jünger sprach der HErr ein Gleichniß, das den ganzen Reichthum der göttlichen Schulden— erlassung offenbart. Ein König(GOtt) fing an, mit seinen Knechten zu rechnen(sie zur Rechenschaft, vor Gericht zu ziehen, zu fragen nach ihrem Glauben, nach ihren Werken, nach der Anwendung seiner Gaben). Da war ihm einer zehntausend Talente(über zwanzig Millionen Gulden) schuldig. Unmöglich konnte er es bezahlen. Da erging das Recht. Er und sein Weib und seine Kinder und Alles, was er hatte, sollte ver— kauft und damit die Schuld bezahlt werden. Als Sklave gebunden, aller Freuden und Güter beraubt, in den Gefängnissen der Ewigkeit schmachtend— so müßte der Sünder die Schuld büßen, die er vor dem GOtt hat, dem er auf Tausend nicht Eins antworten kann(Hiob 9, 3.). In der tiefsten Seelennoth wußte der Knecht keinen Weg, als um Erbarmung zu flehen; auf dem Boden liegend, schrie er um Gnade. Da jam— merte den HErrn desselbigen Knechts und ließ ihn los und die Schuld erließ er ihm auch, die unermeßliche, Berge von Jammer über ihn häufende Schuld schenkte
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18, 3 ff.).
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