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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
Entstehung
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Einladung.

II. Einladung durch Beispiele.

§. 9. Fußwaschung und Einsetzung des heil. Abendmahls.

Die freundlichste Einladung ist die Einsetzung des heiligen Abendmahles selbst. Da sehen wir zu Tische sitzen den HErrn der Herrlichkeit mit schwachen, sündigen Menschen, an denen wir keinen be sonderen Verstand, keine hohen Gaben, Verdienste oder sonst Auszeichnungen sehen, als daß sie ihren IEsum kindlich lieben.

Und was thut ihnen der Meister? Zuerst nimmt Er, dem der Vater hat Alles in seine Hände gegeben, der von GOtt gekommen war und zu GOtt ging, er nimmt einen Schurz und umgürtet sich und gießt Was⸗ ser in ein Becken und wascht den Jüngern die Füße und trocknet sie mit dem Schurz, damit er um gürtet war. Das thut Er, vor dessen Namen sich beugen sollen alle Kniee derer, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, der HErr der Welt thut, was nur Knechte thun, und er thut es einem Petrus, von dem er voraussieht, daß er etliche Stunden darauf ihn verläugnen wird, ja er thut es einem Judas, in dessen Herz er schon den schrecklichen Verrath sieht, auch diesem Feind wascht er die Füße, er möchte durch Liebe das harte Herz zerschmelzen. O wenn du nichts mehr glauben kannst, wenn deine Sünde vor dem Angesicht IEsu dich zittern macht, so sieh ihn an, wie er einem Judas die Füße wascht und auch den noch reinigen möchte, über den er sagen mußte, was er über dich noch nicht gesagt hat: es wäre ihm besser, daß er nicht ge boren wäre. Wahrlich! bei einem so sanftmüthigen

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