Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelische Kirche in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont : mit Hochfürstlich gnädigstem Privilegium
Einzelbild herunterladen

3.*. **

10 2. Adventlieder.

schuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Theil.

9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augen blick. Er kommt, er kommt, ein König, dem alle Macht und List der Feinde viel zu wenig zum Widerstande ist.

10. Er kommt zum Welt⸗ gerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns all lzumal zu ewgem Licht und Wonne in deinen Fwdenaatt

Paul Gerhardt, 1676.

Mel. Aus meines Herzens Grunde. 20. Nom jauchzet all, ihr

Frommen, in die ser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit; zwar le stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.

2. Kein Scepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmels⸗ throne ist ihm sein Reich

bestellt; er will hier seine Macht und Majestät ver⸗ hüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat voll⸗ bracht.

3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr berathen wer⸗ den und ahn die rechte Bahn, die 0 dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.

4. Ihr Armen und Elen⸗ den in dieser bösen Zeit; die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemuth, laßt eure Leder klingen, dem König lobzufingen, der ist eur höchstes Gut.

5. Er wird nun bald er⸗ scheinen in seiner Herrlich keit, und euer Leid und Weinen verwandeln ganz in Freud; er ists, der helfen kann; macht eure Lampen fertiZ und seid stets sein gewärtig; er ist schn auf der Bahn.

Michael Schirmer, 4 1673.

Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 21. Hostanna! Davids

5 Sohn kommt in Zion eingezogen. Auf, be⸗ reitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen, streuet Palmen, machet Bahn,

daß er Einzug halten kann.